RE:Kuarios

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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In d. Peneios mündender Fluß
Band XI,2 (1922) S. 20872088
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Kuarios [...] [2088] Kuadatra, nur bekannt durch das Ethnikon in einer Inschrift von Ikonion: Μητρὶ Κοναδατρηνή, Calder Journ. hell. stud. XXXII 74 nr. 74. Ob es mit Uadata des Ptolemaios zusammenhängt, ist mehr als unsicher.

Kuarios. Über die Flüsse K. und Kuralios herrscht bei Strabon große Unklarheit. K. nennt er den Fluß, der bei Iton in der Phthiotis und am Itoniastempel in Boiotien fließt; Strab. IX 411 (29). 412 (33). 435 (14). Dagegen der Kuralios 20 fließt nach ihm ebenfalls an einem Itoniastempel vorbei in den Peneios in der Histiaiotis, ebd. 438 (17), Strabon ist aber ehrlich genug, mitzuteilen, daß Alkaios jenen K. Koralios nenne, ebd. 411. 412. Nun wird aber dieser bei Ale. frg. 9 überlieferte Name auch durch Callim. in lav. Pall. 64 gestützt. Außerdem, ist Κουράλιος (ου für co ist thessalische Form IG IX 2 p. 337) in der Nachbarschaft von Iton, nämlich in Pyrasos und Kophoi als thessalischer Monatsname bezeugt, und zwar 30 in beiden Stellen neben dem Monat Itonios; IG IX 2, 133, 7. 102 b 3. Man darf daher den Namen mit Athena in Beziehung setzen und mit jungfräulich übersetzen; vgl. Hesych. s. χωράλίον. Boisacq Diction, étymol. 1916 β. χοράλλιον. χάρος IV. Da nun die Namen Κουάριος und Κουράλιος nicht gleichgesetzt werden können, Farnell Cuits of Greek States 1265, muß man entweder dem Strabon oder dem Alkaios folgen und wird letzteren als den besseren Zeugen vor- 40 ziehen, da seine Angabe auch besser zu der sonstigen Überlieferung paßt. Der Fluß bei Iton hieß also Kuralios, und man muß ihn in dem Xerias (= trockener Fluß) erkennen, der 15' nördlich des Hügels von Iton vorbeifließt. Er ist der Hauptfluß der Ebene von Halmyros und nicht das Cholorrhevma, das Leake Travels in the North, GreecelV356 für denK.(verbessereKuralios)hielt; vgl. Philippson Thess. und Epirus 1897, 44. Er kommt vom Pursilia, einem Zentralgipfel der 50 Othrys. Nachdem er sich in die weichen Serpentin-und Hornsteinfonnationen des Zentralgebirges tief eingefressen hat, durchbricht er in einer wilden, cafionartigen Schlucht die am Nordrand vorgelagerte Kalkwand und tritt dann in die Ebene, Sein Wasserstand ist je nach der Jahreszeit sehr wechselnd. Nach obigen Ausführungen muß ich meine Darstellung in den Athen. Mitt. 1906, 3f. 16. Tafel I teilweise berichtigen.

Der Name des Flusses K. ist nicht zu trennen 60 von dem Beinamen des Poseidon Κουεριος in Kierion. Es liegt derselbe Wechsel von und ά vor ρ vor wie in Κιεριον und Κιάριον IG IX 2, 265. Prellwitz De dial. Thess., Diss. Königsberg 1885, 22. G. Curtius Griech. EtymoL⁵ 471. Dümmler o. Bd. II S. 1947, 38. Es muß also der an Kierion vorbeifließende Sophaditikos der K. sein, und Poseidon trägt seinen Beinamen von [2088]

RE:Kuartiana

Kuchen 2088-

dem Heimatfluase, Leake a. O. IV 499. Er ist der mittlere von den fünf Flüssen, die sich am Dobrutscha-dag vereinigen und dann in einem Bett (Onochonos) ihr Wasser dem Peneios zuführen. Er kommt aus dem Xyniassee und heißt in seinem Oberlauf Pentamylis; Philippson These, und Epirus 72f. Die bei Strabon vor-liegende Verwirrung erkläre ich mir so: Indem für ihn Arne = Kierion und der K. bei Besprechung der Gründung des Itoniastempels durch die aus Arne vertriebenen Boioter in Zusammenhang kam mit dem am Itoniastempel fließenden Kuralios, trat bei ihm die Vertauschung beider Namen ein, die sich als Irrtum festsetzte. Strab. IX 435, 14 hat recht, wenn er τοντά d. i. K. und Arne nach Thessaliotis verlegt, aber nicht recht, wenn er Itonos an diesem K. liegen läßt. Strab. 1X438,17 sagt richtig, daß der Kuralios am Tempel der Itonia vorbeifließe, aber mit Unrecht verlegt er Fluß und Tempel in die Histiaiotis. Für den in den Peneios mündenden Kuralios ist also K. zu setzen, und das Heiligtum der Itonia in Histiaiotis existierte nicht, sondern ist bloß mit dem vertauschten Flußnamen Kuralios aus der Phthiotis in die Histiaiotis versetzt worden; o. Bd. IX S, 2372, 54ff. Demnach ist auch die Gleichsetzung des Kuralios mit dem Κονμερκης, der zwischen dem Trikkalinos (Lethaios) und dem Peneios fließt, hinfällig, Bursian Geogr. v. Griechenl. I 52.72, 3; Jahrb. für PhiloL. 1859, 79. 234. Kastriotis To ἐν Τρίκκρ Ἀσκληπιεῖον, Athen 1903, 8. Lolling Hellen. Landesk. 145.

Κοναθτίανα (Procop. de aedif. IV 4), ein von Iustinian wiederhergestelltes Kastell in der illyrischen Regio Aquensis.

Kovaç (Procop. de aedif. IV 4), ein von Iustinian wiederhergestelltes Kastell im illyrischen Bezirk Remesiana. Vgl. Tomaschek Die alten Thraker II 86.

Kovßa, nach Ptolein. VII 1, 85 Stadt in der Landschaft Limyrike in Vorderindien, im Westen des Pseudostomos (Netravati), heute etwa Upin Amgadi. Der Name kehrt in dem Sanskritwort für einen Teilstaat von Limyrike, Küpa-räjya, wieder; vgl. Lassen Ind. Altertumskunde III 195.

Κονβινος (Procop. de aedif. IV 4), ein von Iustinian wiederhergestelltes Kastell in Darda-nien.