Kynaigeiros (Κυνέγειρος, Κυναίγειρος; erstere Form in der ersten Handschriftenklasse des Herodot, vgl. ed. Holder, sonst wechselnd; die Schreibweise Κυνέγειρος als Verstümmelung eines Grammatikers bezeichnet Anth. Pal. XI 335), Sohn des Euphorion, nach Aesch. vit. Med. 2. 12. Suid. s. Hippias. Phot. Lex. s. Μαραθώνιον ποίημα. Cramer Anekd. IV 54, 23 ein Bruder des Aischylos, nach Plut. par. 305B. C (wohl ohne Gewähr) einer der Strategen, fiel in der Schlacht bei Marathon; als er ein feindliches Schiff hinten am Knauf festhalten wollte, wurde ihm der Arm abgehauen, Her. VI 114. Die Tat wurde in der στοὰ ποικίλη dargestellt (Aelian. hist. an. VII 38. Luc. Iup. trag. 32. Anth. Plan. 117f.) und war ein Lieblingsgegenstand der Rhetoren (Luc. a. a. O. und rhet. praec. 18. Polem. or. fun. 10. Themist. ep. 11), die gelegentlich das Heldentum des K. ins Fabelhafte steigerten, vgl. Iustin. II 9, 16ff. Kirchner Pros. Att. I 34. 602. Busolt Gr. Gesch. II² 593, 1.