Langon. 1)
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Langen (Martial IX 50, 5). 1) Vorwurf für ein wegen seines drastischen Realismus berühmtes Werk der plastischen Kleinkunst; wird neben dem puer Bruti des Strongylion (Blin. n. h. XXXIV 82) der Kolossalstatue eines Giganten gegenübergestellt. Nach Klein Studien zur griechischen Kunstgeschichte (Arch.-epigr. Mitt. VII 1883, 73; vgl. Klein Gesch. d. griech. Kunst II 226, 1) war sein Schöpfer Lykiskos, wahrscheinlich ein Enkel Myrons. (Ähnlich hatte die Stelle schon Farnabius verstanden.) Diese Annahme beruht auf der von Klein auf Grund der Lesarten sämtlicher Hss. mit Ausnahme des Bbg. wiederhergestellten Lesung bei Plin. XXXIV 79 Lyciscus Langonem (seil, fecit), puerurn subdolae ao fucatae vernilitatis. - Overbeck, der in der Gesch. der plast. Kunst II⁸ 176, 104 eine Bezugnahme Martials auf die Angabe des Plinius in Abrede gestellt hatte, schließt sich in der 4. Auflage II 110, 2 dieser Auffassung an. Demgemäß kann natürlich keine Rede davon sein, in L. den Namen des puer Bruti finden zu wollen; das hat auch Klein nicht getan, wie gegen Friedländer z. St. bemerkt sei. - Über die Erklärung des Namens L. vgl. Klein an der zuletzt angeführten Stelle, ferner Heraeus Rh. Mus. LIV 310. Dieser gibt mit Zuhilfenahme mehrerer Glossen für Aayycov die Erklärung tricosus, piger, cessât or und vergleicht Anth. Lat. II 2870, wo Hercules von sich sagt tricosus subito post mea fata voror. - Das Kunstwerk scheint im kaiserlichen Rom durch Kopien sehr bekannt gewesen zu sein; dafür spricht die leichte, nur andentende Art seiner Erwähnung und die Nebeneinanderstellung mit dem Werke des Strongylion, von welchem dies ausdrücklich bezeugt ist (Friedländer zu Martial II 77, 1).