RE:Laodokos 1–9
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |||
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| Mythologische Träger | |||
| Band XII,1 (1924) S. 727 | |||
| Bildergalerie | |||
| Register XII,1 | Register l | ||
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Laodokos 1-9) [...] I «V
lod. ep. 7, 29. Der Name ißt ohne jeden mythologischen Wert und von einem antiken Pseudogelehrten aus der Luft gegriffen: wie wenig Glauben die Liste der Freier in der Epitome verdient, obwohl oder vielmehr gerade weil sie von den Angaben der Odyssee abweicht, legte Wagner Rh. Mus. XLVI 418f. dar.
RE:Laodikos 4
4) Hyperboreier, als Laodokos überliefert, aber wohl richtiger -dikos zu nennen, s. den Art. OLaodokos Nr. 9.
RE:Laodikos 5
5) Gàl. XII 626 teilt aus Andromachos das Ohrenheilmittel eines Königs L. mit.
RE:La(o)dokeia
La(o)dokeia (datem, τά), benannt nach Laodokos, s. d. (Paus. VIII 44, 1), Vorort vod Megalopolis, wahrscheinlich im Süden der Stadt zu suchen, Hitzig-Blümner zu Paus a. a. O. Loring Journ. hell. stad. XV (1895) 31 nimmt den Ort in der Gegend des heutigen Sinanu an. Im Winter 423/2 v. Chr. fand hier eine 10 Schlacht zwischen den Mantineern und Tegeaten statt, Thnk. IV 134, wo ἌαοδιχΑρ der Hss. in Ἄαδοχθῳ zu bessern ist. Im J. 226 v. Chr. siegt hier Kleomenes über die Achmer, Polyb. II 511,
RE:Laodokos
Laodokos (Aaddoxos, Ἄαοδδκος).
A. Form und Bedeutung des Namens; zur Form s. Hitzig-Blümners Krit. Apparat zu Paus. X 23, 2. Abgesehen von den vereinzelt überlieferten Formen Λαοδοκός (in JO einem Parisin. bei Paus. a. a. O.; bei Ameis-Hentze II. XVII 699³ im Text, schwerlich mit Recht; δόκῳ Ludwich) und ἌαΜχος (bei Paus. in einem Vindob.) sind an sich zwei Formen des Namens denkbar, Λαόδοκος und Λαοδόκος; Λαοδοκος schreibt Wagner Apollod. I 57 (mit Zusatz AeoÖdxw A, correxi). III 66, Λαοδόκος III 153 (im Index bietet er jedoch an allen drei Stellen Λαοδόκος). Benseler Wör-terb. gr. Eigenn., der Ἀαόδοκος nur für Apollod. 40 III 66. Paus. X 23, 2 annimmt, übersetzt dieses mit ,Lambert*, d. h. im Lande oder Volke (gern) aufgenommen; sonst schreibt er Ἀαοδοκοί Herberger*. Indes wird sich die Frage (die schon von den antiken Gelehrten behandelt worden ist, s. u. Nr. 2), in den Einzelfällen meist gar nicht entscheiden lassen. Einmal ist für die einzelnen Laodokoi zu wenig überliefert, so daß man nicht sieht, wie der, der einem Helden den Namen beilegte, ihn jeweils verstanden wissen wollte; vor 50 allem aber können beide Formen trotz ihrer Durchsichtigkeit auch unverstanden verwandt worden sein so wie heute so viele, auch etymologisch sehr klare Namen wie Friedrich; Beispiele gedankenloser Verwendung ganz durchsichtiger Wörter s. im Art. Κυνή. - Gruppe Gr. Myth. 307. 400, 2 sieht in den troischen Namen L., Laokoon, -medon, -damas einen Hinweis auf Hades; ähnlich stellt nach Maass Gott. Gel. Anz. 1890, 357 Kirchner Attica et Pelop. 66f. L., 60 Ἀαδόκο?, Jcxfloi, Ἔχθλος zu Pluton Πάνδοκος.
Wenigstens für Namen Sterblicher ist mir das nicht verständlich, denn wer benennt sein Kind nach Hölle und Tod? Diese Auffassung wäre nur dann diskutabel, wenn sich keine andre Erklärung der Namen böte, und eine solche liegt doch so nahe, auch für die unten zu nennenden mythologischen Träger des Namens. Denn diese haben ihn offenbar eher von laodokoi, wie sie im tag- [727] lichen Leben voamen, als von einem Unterweltsgotte erhalten. - Als Varianten finden sich ferner Leodokos, s. u. Nr. 3. 6, und Ladokos, Paus. VIII 44, 1. Leodakos dagegen ist korrupt, Stoll Myth. Lex. II 1943; Ben seiet vermutet dafür Λῖώδοκος.
B. Träger des Namens.