RE:Larga 1

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Ort am Zusammenfluß von Largitz und Larg im Kreis Altkirch
Band XII,1 (1924) S. 833834
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Larga. 1) Eine nach dem Nebenfluß der 111, der oberelsäßischen Larg benannte Ortschaft, am Zusammenfluß des Largitzerbaches und der Larg beim Dorfe Friesen im Kreis Altkirch [Andree Handatlas e. 7 67 D 5, südwestlich von Altkirch]. L. ist nur genannt (im Ortskasus) von Itinerarien als Rastort an der Heer- und Poststraße, welche aus dem Land der Sequaner ins Land der Rauraker - zu letzterem Gebiet gehörte der Ort - führte, und zwar von Vesontio (Besançon) nach dem Knotenpunkt Cambete (an der von Argentorate-Straßburg kommenden Straße, jetzt Kembs am Oberrhein, zwischen Mülhausen und Basel) und weiter nach Augusta Rauracum (Angst bei Basel), Itin. Anton. 349, 4: Larga (Ablativ) und Tab. Peut. (III 3 ed. Miller; Revue des étud. anc. XIV 1912 PI. VI/VII: Large (Genitiv = Largae); vgl. Geogr. Rav. IV 26 p. 232, [834] 8 P.: Laguirion. - Eine zur Ortschaft L. gehörige größere Villa rustica mit Nebenbauten und Bau, nach Ausweis der Funde seit dem 2. Jhdt. n. Chr. bestehend, war in der Spätzeit befestigt, jedoch nicht zu einem regelrechten Pastell* umgebaut. Diese nicht eigentlich militärische Befestigung diente zum Schutz des Straßenverkehrs in unruhigen Zeiten. Die Ortschaft L. war aber gewiß älter als die genannte Villa, wie Oauch aus dem Namen erschlossen werden darf (vgl. Axona, Mosa u. a., o. Bd. I A S. 2429).

Literatur. Das Reichsland Elsaß-Lothringen III 557. Zangemeistcr CIL XIII 2,[1] 1 p. 58/59; vgl. ebd. 2, 2 p. 698. Gutmann Larga 72 S. mit Tafeln, Plan und Karte, 1905; ders. Westd. Ztschr. XXVI (1907) 273–279. Anthes Spätröm. Kastelle und feste Städte im Rhein- und Donaugebiet = Bericht der Röm.-Germ. Kommission X (1917) 126 nr. 23. Miller Itin. Rom. 55. 120 10mit Karte nr. 25 (S. 71/72). - Holder Altcelt. Sprachsch. II 144.

[Keune. ]
  1. Corpus Inscriptionum Latinarum XIII, 2.