3) Laronia (Martial. II 32, 5), eine kinderlose, alte reiche Frau von sittlich anstößigem Lebenswandel: abnegat et retinet nostrum serrum. Da das Epigramm nach Friedländers wohlbegründeter Vermutung nicht allzulange nach dem Tode des Kaisers Nero verfaßt ist, so wird eine L. eine stadtbekannte Person aus jener Zeit gewesen sein. Doch meint Martial, wie der Vergleich mit den anderen in dem Gedichte gebrauchten Namen lehrt, nicht, wie Friedländer 10 (zu Iuven. II 36) bemerkt, die wirkliche L-, sondern er verwendet nur ihren Namen für eine fingierte Person. Dasselbe tut Iuvenal (II 36 und 65), wenn er eine L. zur Wortführerin der von den Männern als sittenlos verschrienen Frauen macht.