Limenius. 1) Ulpius Limenius, Consul Ordinarius im J. 349 (Amh. papyri II 139. Mommsen Chron. min. I 68). Nach dem Aufstande in Constantinopel, der Anfang 342 dem Hermogenes das Leben kostete (s. o. Bd. VIII S. 864, 14), trat L. als Proconsul der Stadt an die Stelle des Alexander (Liban. or. I 45). Da gegen Libanios der Verdacht der Päderastie vorlag (Eunap. vit. soph. 495), zwang er ihn, Constantinopel zu verlassen, und suchte auch seine Niederlassung in Nikomedeia brieflich zu hindern (Liban. or. I 46–48; epist. 206. 471). Am 12. Juni 347 wurde er zugleich Praefectus praetorio Italiae und Praefectus urbis Romae und bekleidete die beiden Ämter bis zum 8. April 349 (Mommsen Chron. min. I 68. Cod. Theod. IX 21, 6. 17, 2). An diesem Tage scheint er gestorben zu sein, da er nicht einem Nachfolger Raum gab, sondern die Ämter 41 Tage unbesetzt blieben (Mommsen a. O.)