RE:Lityerses 2
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |||
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| mythischer Sohn des Königs Midas | |||
| Band XIII,1 (1926) S. 806–807 | |||
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2) [Der erste Teil des Artikels von Paul Maas ist noch nicht gemeinfrei, der Teil von W. Kroll (s. u.) aber schon.] [...] [807] erinnert an die Sage von dem flötenspielenden Marsyas. - Eine leicht abweichende Form der Sage bei Poll. IV 54.
Nach den Versen des Sositheos wird L. von Herakles in den Maiandros geworfen; das hat Mannhardt mit dem aus Tirol und Kärnten bezeugten Brauch in Verbindung gebracht, den die letzte Garbe darstellenden Menschen in den Inn oder den Dorf bach zu tauchen. Darin sieht man einen Regenzauber und sucht von hier aus 1 eine Deutung des Wortes zu gewinnen. Schon Klausen Aeneas I 121 dachte an λιτὴ (λικύω) und ἔρση, und das nimmt Gruppe Gr. Myth. 966 auf. Aber Kretschmer (Glotta XIV 38) wendet mit Recht ein, daß sich das v so nicht erkläre, und sieht im ersten Teil die phrygische Entsprechung der z. B. im L. als lytùs vertretenen Wurzel ,Regen*, so daß das Wort ,Regentau¹ bedeuten würde. Unglücklich ist Crusius' Gedanke (in seiner eingehenden Behandlung des ί L. Myth. Lei. II 2071), das Wort mit lituus zusammenzubringen.