RE:Lokoriton

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Stadt in Germania magna
Band XIII,1 (1926) S. 1134
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Lokoriton erwähnt Ptolem. II 11, 14 als 8. Stadt unter 27 Städten des dritten Klimas in Germania magna, also ein Ort, nicht allzu weit vom rechten Ufer des Rheines in Süd- oder Mitteldeutschland gelegen. Bezeichnen die darum genannten Segodunum, Bergium und Menosgada Städte am Main, so ist L. wahrscheinlich das heutige Lohr a. Main, wofür die meisten Erklärer sich entschieden haben; bezeichnen hingegen Segodunum, Devona, Kantioibis (im vierten Klima) Kastelle am rätischen Limes, so ist L. das heutige Lorch a. d. Rems. Für letzteres spricht noch die Lage zum Abnoba-Gebirge, an dessen Südrande es liegt, vgl. Schütte Paul u. Braune Beitr. XLI 20. Doch ist wieder die Lage des Abnoba-Gebirges nach Ptolemaios höchst unzuverlässig. Nicht weiter hilft die Namenserklärung; so bringt Much Ztschr. f. dtsch. Altert. XLI 129; Hoops Reallex. III 25 den letzten Teil mit kelt. ritu — Furt zusammen; vgl. Holder Altcelt. Sprachsch. II 1195, also ‚Furt über den Lokos oder Leukos‘. Das kann sich auf Lohr oder Lorch beziehen, da beide an Flüssen liegen. Ebenso wenig hilft die Erklärung Patzigs Die Städte Großgermaniens bei Ptolem. 29 ‚Ort am gewundenen Fluß‘. Es ist auch möglich, daß beide Orte bei Ptolemaios in einen zusammengeflossen sind. Neuerdings bringt es Schumacher Germania 1919, 79 mit dem Ringwall bei Insterlohr im Taubertale zusammen.

[Franke. ]