RE:Lysimachides 3
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |||
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| griechischer Grammatiker | |||
| Band XIII,2 (1927) S. 2556–2558 | |||
| Bildergalerie | |||
| Register XIII,2 | Register lf | ||
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3) Lysimachides, griechischer Grammatiker, Zeitgenosse und Gegner des Caecilius vod Kaiakte. Nach Harpokration s. Μεταγειτνιῶν und Μαιμακτηριῶν schrieb er Περὶ τῶν Ἀθήνησι μηνῶν, dagegen gibt er an folgender Stelle nur den Inhalt derartiger Werke an, nicht den Titel, wie >z. B. Valckenaer und ihm folgend C. Μü 11 er FHG III 340 unbegreiflicherweise annahmen, σκίρα ἐορτὴ παρ Λθηναίοις, ἄῳ ἤς καὶ ὁ μὴν Σκιροφοριῶν. φασὶ δὲ οἱ γράψαντες περὶ τε ἐορτῶν καὶ μηνῶν Λῦήνησι, ὧν ἐστὶ καὶ Λυσιμαχίδης κτλ. Auf dasselbe Werk gehen zurück Schol. Soph. Oed. Col. 56 ὡς καὶ Λυσιμαχίδης φησίν und namentlich auch Harpokrat. s. λαμπάς und Paus. I 30, 2. [2557]
Unnötige Schwierigkeit bereitete eine Stelle des Ammon. de diff. 8. θεωρὸς καὶ Φεατῆς (S. 68), die also lautet: λασ«11« oθv τοδιὸ ἐπιμελώς Λυοιμαχίόης ἐν τῷ πρὸς Καικίλιον περὶ τῶν παρὰ τώς Ἀττικοῖς Ῥητόρων καὶ πολλῶν παραθέσεις ποιείται... οὐχὶ διὰ τὰς θεας, ὡς Καιχίλιος ὑπέ· λαβενθ dJUd did τὸ ἐν ταΓ; ἐορταῖς εἰς Φεοῦς ἔνοεêüv. Valckenaer, dem noch Brzoska o. Bd. III S. 1186, beistimmte, ersetzte ρητόρων durch ἐορτῶν und sah darin eine Erwähnung des oben genannten Werkes, dessen voller Titel dann aber gelautet haben müßte περὶ τῶν Αὐήνηοι (nicht παρὰ Ἀττικοῖς) ἐορτῶν καὶ μηνῶν. Die Konjektur Valckenaers scheitert allein schon an πρὸς Καικίλιον, denn wie der Inhalt jener Notiz lehrt, haben wir hier nicht das πρὸς der Widmung, so Susemihl Gesch. der griech. Lit. in der Alexandrinerzeit I 480, 115, sondern das polemische. Daß aber L. eine eigene Schrift über die athenischen Festspiele und Monate gegen Caecilius, dessen Interessen- und Studienkreis ein derartiges Werk ganz fern lag, verfaßt haben sollte, ist höchst unwahrscheinlich. Wohl aber [2558] hatte der Rhetor reichlich Gelegenheit, in seinem großen Rednerlexikon Καλλιρρημοσύνη über die Bedeutungsverschiedenheiten auch von Wörtern wie den obigen sich zu äußern, die einen Kritiker vielfach zum Widerspruch reizen mochten. Ein solcher Gegner des ausdrücklich genannten Caecilius, in dem man L. vermuten könnte, tritt uns in den Glossen εἰσαγγελία (S, 158 Of.) προβολή (S. 190) und ἔξουλης... οὐχ ὡς ὀθταὶ ἸΟΚαικίλιος (S. 161) entgegen. Unter den sehr zahlreichen, von Ofenloch (S. 138–193) dem Caecilius vermutungsweise zugewiesenen Erklärungen ist allerdings seine Autorschaft ziemlich unsicher, doch tritt auch bei diesen eine gegnerische Ansicht oder Modifizierung wiederholt zu Tage, so z. B. s. ἐξήγησις (S. 155), ἐξαγώνιος (S. 161), ἐπίκληρος (S. 168), ζηλωτῆς (S. 166), ἠλιαία (S. 167), θεωρικόν (S. 168).
C. Müllers ohne Angabe seiner Gründe geäußerte Vermutung (a. a. O.), L. sei mit Lysimachos ein und dieselbe Person, hängt wohl mit seiner falschen Datierung des letzten zusammen (s. den Art.).