RE:Maeonius 1

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Mörder des Odaenath, des Fürsten von Palmyra
Band XIV,1 (1928) S. 253
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Maeonius. 1) Wird in der hist. Aug. tyr. trig. 15, 5. 17, 1 der Mörder des Odaenath, des Fürsten von Palmyra, und seines altesten Sohnes Herodes genannt und als consobrinus seines Opfers bezeichnet; ebenso (aber ohne Namensnennung) Gallien. 13, 1. Hingegen hieß nach Syncell. I 717 der Mörder Odaenaths so wie dieser selbst. Zonar. XII 24, S. 146 D. III erzählt den Tod Odaenaths und seines ältesten Sohnes in romanhafter Ausschmückung, wobei als historischer Kern immerhin die Tatsache anzusehen ist, daß der Mörder sein ἀνεψιός war, auch als ἀδελφόπαις bezeichnet (Bruderssohn oder vielmehr Vetter, vgl. Nöldeke bei Domaszewski Die Personennamen bei den scr. hist. aug. 156). Das spricht mehr zugunsten des Namensgleichen als etwa eines M. (über dessen Deutung aus dem Semitischen Nöldeke 157f.). Aber völlig freie Erfindung des Biographen (tyr. trig. 17), hervorgegangen aus dem Bestreben, die Zahl der ‚Tyrannen‘ möglichst zu vermehren, ist wohl die angebliche Erhebung zum Kaiser und daß die Soldaten ihn erst später, als sie ihren Irrtum erkannten, getötet hätten. Nach Zonar. a. a. O. wurde er gleich nach seiner Tat erschlagen. Aus Zosim. I 39, 2 erfahren wir nur, daß Emesa der Schauplatz des Mordes war; er fällt in das (alexandrinische) J. 266/67, da dieses als erstes Jahr des Vaballath gezählt wird. Vgl. H. Peter Abh. Leipz. Ges. XXVII (1909) 214, 17. v. Domaszewski a. a. О.

[Stein. ]