14) Mallius Pantolabus. Zu Hor. sat, I 8, 11 über das in der Triumviralzeit verschwundene Grab des scurra Pantolabus bemerkt Porphyrio: fuit autem Mallius verna trans Tiberim ingenuis parentibus natus, qui quia a multis pecuniam mutuam erogabat, Pantolabos est cognominatus, sed quamvis aliquot vitiis teneretur, tamen propter scurrilitatem compluribus erat domestice notus. Vielleicht ist dieser M. eine Lucilische Gestalt. Ähnliche aus dem Griechischen abgeleitete Spottnamen sind in der Zeit des Lucilius nicht selten und sind vielleicht manchmal von ihm geprägt (vgl. zu den Liciniern o. Bd. XIII S. 215, 22ff.). Der freie römische Bürger verfiel nach dem Zwölftafelgesetz in Sklaverei durch den Verkauf ins Ausland trans Tiberim (Gell. XX 1, 47 = leg. XII tab. III 5 Schöll); umgekehrt soll der trans Tiberim von freien Eltern geborene M. in Rom als Sklave behandelt worden sein, nämlich als Hofnarr in vornehmen Häusern (vgl. etwa P. Servilius Balatro in der Cena Nasidieni Hor. sat. II 8, 21ff. und ähnliche Parasiten); das kann ebenso wie παντολάβος ein Witz eines Satirikers sein.