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2) Etruskischer Fürst, Verg. Aen. VII 691 u. ö. (im ganzen 22 Erwähnungen; s. die Indices der Ausgaben). Für diesen hatte Vergil schwerlich eine besondere Quelle; er kannte den Boioter M. in Uniteritalien und hielt sich also wohl für berechtigt, wenn es schon dort einen alten M. gab, dessen Namen für einen sonst frei erfundenen in Mittelitalien zu übernehmen. Um seinen M. plastischer zu gestalten, gab er ihm eigene, aber ebenfalls frei erfundene Züge: equum domitor (Heinze Verg. ep. Technik³ 197; zu den Belegen füge XII 550), Neptunia proies und die Unverwundbarkeit durch Feuer und Eisen. Der Meinung, der Etrusker sei nach dem Boioter frei erfunden, war wohl auch Serv. Aen. VII 691, danach Mythogr. Vatic. III 5, 7. Denn wenn er Vergils M. als Neptuns Sohn deswegen erklärt, weil er übers Meer nach Etrurien gekommen sei, so hatte wohl auch er hierfür keine besondere Quelle, sondern knüpfte wohl nur an die ähnliche Meerfahrt des Boioters M. nach Unteritalien an. Sicher verquickt er die beiden mit den Worten ab hoc (dem Etrusker) Ennius dicit se originem ducere, womit Ennius (ann. XII frg. VII Vahlen²; danach Sü. Ital. XII 393) natürlich nur den unteritalischen M. meinen konnte; danach setzte übrigens Ennius (und nach ihm Ailianos bei Suid. Ἔννιος) Calabria = Messapia. - Aus anderen Gründen hält Gruppe 68f. den Boioter für identisch mit dem Etrusker, außer wegen der Namensgleichheit auch wegen Neptuns Vaterschaft bei dem Etrusker, da auf dem boiotischen Messapion ein Kult Poseidons bestanden habe, ,eines der berühmtesten Heiligtümer Boio-tiens'. Aber die Zeugen, die er dafür anführt, Paus. IX 22, 5. Steph. Byz. Βοιωτία, kennen dieses Heiligtum überhaupt nicht (!). Gruppe s Etymologie des Namens Μέσσαπος 1144, 2, .mitten im Meere wohnend', zu * an, »Wasser' oder als Kurzform zu Metyaπόντιός ist zweifelhaft; vorsichtiger Curtius Gr. Et.⁵ 119. 469.
2 a) M. = Poseidon, Gruppe 1137, 3. 1144, 2. 1820, ist eine seiner puren Phantasien; s. unten.