Milionius, Praetor von Lanuvium (nicht Lavinium s. o. Bd. XII S. 1010, 29f. Beloch Röm. Gesch. 153), war 414 = 340 im Begriff, den von Rom abgefallenen Latinern Zuzug zu leisten, als er am Tore der Stadt die Kunde von ihrer Niederlage erhielt, und kehrte um mit den ahnungsvollen Worten, man werde für das bischen Weg den Römern einen teuren Preis zahlen müssen. Livius führt den ganzen Abschnitt ein: apud quosdam auctores invenio (VIII 11, 2) und charakterisiert die Anekdote noch besonders als solche durch: praetorem eorum nomine Milionium dixisse ferunt (ebd. 4). Sie gehört zu den vielen, die gerade diesen Teil der römischen Geschichte ausgeschmückt und entstellt haben (s. Mommsen RG I 355f. Anm.), geht aber wie manche derartigen ‚geflügelten Worte‘ hoch hinauf (s. auch Gelzer o. Bd. XII S. 963. Beloch 376f. über das Schicksal der Stadt des M.).