Moles
nach Gell. noct. Att. XIII 23, 2 in den römischen Pontifikalschriften als Moles Martis (so die richtige Lesart der besseren Hss.; vgl. Th. Mommsen Herm. XVII [1882] 637) erwähnt, die personifizierten Kampfmühen, Gottheiten des um Mars sich scharenden Götterkreises. Durch die Angabe des augusteischen feriale Oumanum von einer zur Erinnerung an die Weihung der aedicula Martis auf dem Capitol angesetzten supplica]tio Molibus Martis (CIL X 8375, 16. Dess. 108; vgl. Wissowa Religion² 148. 148, 8; s.o. Bd. XIV S. 1924, 12ff.) mit der dort angegebenen Länge des o wird die Lesart Molas Martis der schlechteren Hss. der Gelliusstelle, die Ableitung des Namens Mōles von mŏlere und damit die Deutung der Gottheiten als „Mahlgöttinnen“ oder „Zermalmerinnen im Kriege“ (vgl. R. Peter Myth. Lex. II 3104f., vgl. 204) als unhaltbar erwiesen. Aus der Zusammenstellung mit Mars darf jedoch nicht notwendig ein Familienverhältnis der Gottheiten zu Mars, sondern nur ihre Zusammengehörigkeit zu dem Kriegsgotte ersehen werden. Vgl. Warde Fowler The religious experience of the Roman people, Lond. 1911, 150. 154. 158. Sprachlich vgl. zu mōlēs Walde Et. W. 490f. F. Muller Izn Altital. Wörterbuch, Göttingen 1926, 272f.