Myskon, Sohn des Menekrates, einer der drie syrakusanischen Feldherrn, die nach der Verbannung des Hermokrates und seiner Mitfeldherrn als Ersatz nach dem ionischen Kriegsschauplatz entsandt wurden. Die Nachricht von der Verbannung erreichte Ionien, als nach der Schlacht von Kyzikos (Mai 410 nach Beloch GG II² § 105. Herbst nach Lenschau Philol. Suppl. VIII 316ff.) die syrakusanische Mannschaft mit dem Neubau der Flotte in Antandros beschäftigt war (Xen. hell. I 1, 27). Bald darauf, also Winteranfang 410, trafen die Ersatzfeldherrn, darunter M., ein (Xen. hell. I 1, 29), wurden aber bereits im Frühjahr 409 durch die ordnungsmäßig gewählten Nachfolger Herakleides, Eukles (und Tellias?) abgelöst (Xen. hell. I 2, 9), die dann an den Kämpfen gegen Thrasylos in Ephesos teilnahmen. Vgl. die Feldherrnliste bei Hüttl Verfassungsgesch. v. Syrakus 79, 88. Auch Thukydides erwähnt M. und seine Kollegen (VIII 85, 2), aber vorgreifend bereits bei der Abfahrt des Astyochos nach Sparta Sommer 411. Die Zeitfolge der Ereignisse von 411–406 ist umstritten: für die ältere Ansicht Dodwells (Thrasylos in Ephesos 409) zuletzt Beloch und Lenschau a. O. Ferguson Cambr. Anc. History V 483f.; für die jüngere von Haacke (Thrasylls Unternehmung 410) Ed. Meyer G. d. A. IV 617f. Busolt GG III² 1350, 1.