RE:Neoteles

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
unvollständig  
Dieser Text ist noch nicht vollständig. Hilf mit, ihn aus der angegebenen Quelle zu vervollständigen! Allgemeine Hinweise dazu findest du in der Einführung.
Grammatiker unbek. Zt. u. Herkunft
Band XVI,2 (1935) S. 24772478
Bildergalerie
Register XVI,2 Register n
Link für WP   
* {{RE|XVI,2|2477|2478|Neoteles|[[REAutor]]|RE:Neoteles}}        

Neoteles [...] Neoteles, ein Grammatiker unbekannter Zeit und Herkunft, dessen Kommentar zur Ilias von Didymos (SchoL Ven. A XXIV 110, vgl. M. Schmidt Did. frg. S. 177), Nikanor (SchoL Ven. A VIII 325, vgl. L. Friedlaender Nican. Περὶ Ἴλιακης στιγμῆς rell. 1850, 196) und Porphyrios (SchoL Ven. B VIII 328, daraus Eustath. 715, 25) benutzt worden ist. Da Didymos N. zwischen Apollodoros und dem Thraker Dionysios nennt, wird man annehmen dürfen, daß er wie diese beiden zu den Schülern des Ari-starchos gehört hat (Blau 77), wenn er auch gerade an dieser Stelle eine andere Lesart als sein Lehrer vertritt. Die Teukros-Szene im VIII. Buche hat ihm den Anlaß zu einem ausführlichen Exkurs über das Bogenschießen im heroischen Zeitalter gegeben, so daß Porphyrios sagen konnte, er habe ein ganzes Buch (δλην βίβλον, über diese Wendung vgl. Schmidt 350) περὶ τῆς κατὰ τοὺς ἤρωας τοξείας geschrieben. Er glaubte, in v. 325 hinter αὐερυοντά interpungieren und πρὸς ὤμον zum Folgenden ziehen zu müssen, daTeukros andernfalls die skythische Art des Bogenspannens angewendet haben würde (so Nikanor; Porphyrios hat ihn zur Hälfte, Eustathios gänzlich mißver- [2478] standen). Blau De Aristarchi discipulis (Jena 1883) 78. Susemihl II 168. [Carl Wendel.]

[Wendel. ]