RE:Olius

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Römischer Gentilname, Nebenform von Aulius
Band XVII,2 (1937) S. 2483
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Olius als römischer Gentilname ist eine Nebenform des immerhin seltenen Aulius (o. Bd. II S. 2111), wie Olus als Vorname von Aulus (s. Schulze Eigenn. 73). In republikanischer Zeit erscheinen in Picenum ein T. Olius T. f. mit drei Freigelassenen (CIL I2 1919[1] = IX 5326) und in Pompeii, wo der Name auch später dauert (z. B. ebd. X 826 = Dess. 6383), in Wahlempfehlungen ein L. Olius (ebd. P 1652 c. 1660 a.b), im griechischen Osten ein C. Olius C. (f. oder I.) auf Delos (ebd. 2255 nach Bull. hell. XXXVI 214 vgl. 60) und ein Μᾱρκος Ὤλιος Μάρκου υἱός auf einer Ephebenliste in Pergamon (Athen. Mitt. XXXIII 398 nr. 22, 6). Bei Cic. ad Att. XIII 48, 2 vom 2. Aug. 709 = 45, wo es sich um die Lobschriften auf die kürzlich verstorbene Porcia handelt (s. auch 37, 3), bietet die hsl. Überlieferung: velim M. Varronis et Olli mittas laudationem. Olli utique. Nam illam legi, volo tamen regustare. Man hat hier statt Ollius einen Lollius einsetzen wollen (Drumann GR² V 214. VI 285), findet aber keinen, der in Frage käme, und darf daher, mit dem Eingeständnis unserer Unwissenheit, bei Ollius bleiben (so z. B. Dahlmann Suppl.-Bd. VI S. 1254, 18f.), dessen Name wohl derselbe wie Olius ist. S. auch Olienus.

  1. Corpus Inscriptionum Latinarum I, 1919.