Olonicus (Liv. ep. XLIII. Olyndicus Flor. I 33, 13f. mit hsl. Variante solondicus; s. dazu Klotz Herm. L 519f., 3), Volksführer und Prophet der Keltiberer, erregte 583 = 171 einen großen neuen Krieg gegen die Römer, fand aber gleich zu Anfang, anscheinend bei einem Einschleichen ins Lager des Praetors L. Canuleius Dives, ein gewaltsames Ende, worauf der Aufstand zusammenbrach. Der Bericht des Livius ist in einer großen Lücke vor XLIII 4, 1–4 verloren, und der hier ohne Namen der Beteiligten erhaltene Schluß ist nur mit Hilfe eines Satzes der Epitome und der Angaben des Florus zu verstehen. Doch hat Florus - abgesehen von der abweichenden Form des Namens - die res in Hispania gestae sachlich unter Vernachlässigung der Zeitfolge angeordnet und daher scheinbar diese Ereignisse später eingereiht und aus Flüchtigkeit den Praetor in einen - ungenannten - Consul verwandelt.