Onasimedes, Erzgießer, unbekannter Herkunft (ἐπιχώριος ist willkürliche Konjektur für πλῆρες, s. u.), arbeitete eine Statue des Dionysos in Theben, neben der der Altar der Söhne des Praxiteles (s. o. Bd. XI S. 236, 28) stand, Paus. IX 12, 4. Die Statue wird als ‚ganz aus Erz‘ ( δι᾿ ὃλου χαλκοῦ) bezeichnet im Gegensatz zu dem alten mit Erz verkleideten Holzbild, das kurz vorher erwähnt wird. Der Ausdruck πλῆρες ὑπὸ τοῦ (χαλκοῦ) darf, auch wenn man ihn nicht mit Blümnerz. St. als Glossem auffaßt, kaum als Bezeichnung für ‚Vollguß‘ (so Lehmann-Hartleben Arch. Jahrb. XLIV 5) betrachtet werden. Die Zeit ist nicht zu bestimmen. Brunn Gesch. d. griech. Künstl. I 297. Overbeck Schriftquellen 1580. Thieme-Becker Allg. Lex. d. bild. Künstl. XXVI 17 (M. Bieber).