Pettius
ist ein oskischer Name, zunächst in Campanien heimisch. Er findet sich hier bei einem Meddix tuticus von Capua auf einer oskischen Weihinschrift, also vor dem Hannibalischen Kriege (Buck Oskisch-umbr. Dial. 144 Nr. 27), und bei einem Senator von Nola im Hannibalischen Kriege (Nr. 2). Wenn schon Mitte des 2. Jhdts v. Chr. auf Delos der Sklave eines N. Pettius den ägyptischen Gottheiten in griechischer Sprache eine Weihung darbrachte (Bull. hell. VI 326 Nr. 19. XXXVI 66. 131), so stammte sein Herr vielleicht aus derselben Gegend, da Pettii mit dem immerhin seltenen Vornamen N. später in Abella begegnen
(CIL X 1208 Z. 8. 1216). Andere erscheinen allerdings auf lateinischen Inschriften schon früh in anderen Teilen Italiens, ein T. Pettius T. f. T. n. in einer Weihung an Iuppiter Optumus Maxumus in Ameria (CIL. I² 2101), ein C. Pettius V. f. Gemellus und ein L. Pettius C. I. Pansa mit zwei
andern Magistri in einer an die Bona Dea in Lavernae (ebd. 1793 = IX 3138. s. o. Bd. XII S. 999, 5ff. 30ff.), ein Duumvir Q. Pettius Q. f. Tro(mentina tribu) Curva in Grumentum (CIL I² 1690 = Dess. 5665).