RE:nele

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
korrigiert  
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Etruskisierung des griechischen Neleus
Band XVI,2 (1935) S. 2267
Bildergalerie
Register XVI,2 Register n
Link für WP   
* {{RE|XVI,2|2267||nele|[[REAutor]]|RE:nele}}        

nele. Etruskisierung des griechischen Νηλεύς, belegt auf einem Spiegel aus Perugia, der sich im Museum zu Neapel befindet. Gerhard Etr. Sp. Taf. 170 (3, 164) = CIE 1069; vgl. auch 5 Taf. 85. Dargestellt ist die Erkennungsszene zwischen Tyro und ihren Söhnen, n. steht seiner Mutter Τυρώ (turia) zugewendet. An Tyros anderer Seite steht Πελίας (pele). Beide Brüder sind unbekleidet und tragen Speere in den Händen. Auf der anderen Bildseite eine weibliche Büste auf einem Sockel, der die Inschrift flere trägt. – Der Spiegel ist, besonders wegen der Deutung dieser Büste und des Wortes flere, sehr häufig behandelt worden. Die ältere Literatur bei Deecke Myth. Lex. III 1, 104ff.; Abbildungen ebd. 106. Insbesondere s. Engelmann Arch. Jahrb. V 171ff. Ferner: Herbig Herm. LI 465ff. und dagegen Muller Philol. LXXIV 470; s. auch zu fleres den Art. neθuns. Sprachlich stellt n. die korrekte Wiedergabe (etr. Endung -e für griech. -εύς) von Νηλεύς dar.