Reue (Ernst)


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Reue.


Über meiner Brust gelegen
Hat die Nacht ein dunkler Gram,
Den mir auch des schnellstens Traumes
Flügel nicht von hinnen nahm.

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Mocht’ ich über Meere schreiten

Oder still vor Blumen stehn,
Mocht’ ich Meer und Land in Tränen
Oder sie in Flammen sehn,

Ob die schwingenfrohe Seele

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Bis zum letzten Sterne kam –

Über meiner Brust gelegen
Hat die Nacht ein dunkler Gram.

Und wie gut es Erd’ und Himmel
Mir heut’ Nacht im Traum gemeint,

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Immer auf verborg'nem Grunde

Hat ein leiser Quell geweint.

Wie nun kam der späte Morgen,
Stand am Himmel noch die Not,
Über wilde Wolkenmauern

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Schrie ein böses Morgenrot.


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Dann auf den geschloss’nen Lidern

Fühlt’ ich warmen, duft’gen Tau,
Und in ihre weichen Arme
Zog mich die geliebte Frau.

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Und sie lächelte beglückend,

Eh’ ich nur ein Wort gesagt;
Denn sie weiß, die Milde, Feine,
Daß ich selber mich verklagt,

Und sie will aus tiefer Liebe

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Schonen meinen stolzen Sinn –

Heut’ bedeck’ ich dich mit Rosen,
Herrliche, du Königin!