Rippur

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Rippur.

Liebes Kirchlein an der Straßen,
Wer dich einsam hier erbaut,
Hat in Sehnsucht ohne Maßen,
Hat, gleich mir, hinausgeschaut.

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Nach den Bergen, nach dem düstern

Schauerlichen Waldesgrün;
Wo die hohen Bäume flüstern,
Wo die tiefen Schatten ziehn,

In die ahnungsvollen Weiten,

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In ein unbekanntes Land,

Wo die Nebelgeister reiten,
Auf der alten Berge Rand.

Kommst so fröhlich hergezogen,
Bächlein, lieber Felsensohn!

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Rinnet langsam fort, ihr Wogen,

Rauschet mit gedämpftem Ton;

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Denn der alte Riese breitet
Mächtig seine Arme aus,
Und ihr, eilet und ihr gleitet,

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Um zu sterben, in sein Haus.


Schaust auch du herab vom Hügel,
Grauer, hoher Rittersmann?
Thurm, wer löst das Geistersiegel,
Wer den tausendjähr’gen Bann? –

25
Kirchlein! aus der Lieben Mitte,

Ohne Rast und ohne Ruh
Lenken täglich meine Schritte
Durch die Stoppeln dir sich zu.

Kirchlein, einsam an der Straßen!

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Wer dich hier einst aufgebaut;

Liebend hat er ohne Maßen
Zu den Bergen aufgeschaut.

Max v. Schenkendorf.