Schönheit (Kämpchen)

[128] Schönheit.

Nach Schönheit dürstet die Seele mir
Von früh’ster Jugend an, und immer noch,
Deckt auch der Reif des Alters schon mein Haupt,
Bin schönheitsdurstig ich und späh’ und späh’

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Nach Götterbildern, wie die Sehnsucht sie

Mir vor die Seele zaubert – doch umsonst! –

Umsonst! – Ein Kärrner fron’ ich in dem Joch
Der groben Alltagswelt – nie wird mein Aug’
Die sonnigen Gefilde Griechenlands,

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Neapels Golf und den Vesuvus schau’n. –


Wo auch die Schönheit thront – mir frommt es nicht!
Ob funkelnd Nordschein ihr die Stirn umstrahlt
Gewitterhaft. – Ob unter Lotos sie
Am heil’gen Ganges träumt – mir frommt es nicht! –

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Arm, arm zu sein, bei so viel Schönheitsdurst!

Erkennen, wissen, hungern und doch nie
Die Sehnsucht stillen an der Göttin Brust. –

Erkennen, wissen, hungern immerfort –
Und doch nie kosten von der Schönheit Frucht,

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Die lockt und winkt – o Qual des Tantalus!