Sechs kurze Trauerreden. Bei Beerdigungen gesprochen

Sechs kurze


Trauer-Reden.




Bei


Beerdigungen


gesprochen

von


J. M. Rauch.




Ingolstadt.

Druck und Verlag von Alois Attenkover.

1834.



Statutum est hominibus, semel mori.
Hebr. 9. 27.


Es ist den Menschen aufgesetzt, einmal zu sterben.




Vorwort.

Grab- oder Trauerreden sind zwar bei den Katholiken nicht so häufig, wie bei andern Glaubensgenossen, und sollten in der Regel auch nicht allzuoft oder bei jedem Leichenbegängnisse gehalten werden. Indeß gibt es doch ausserordentliche Fälle, wo ein ernstes belehrendes Wort seiner Wirkung nicht verfehlen kann, zumal, wenn aus der Lebensperiode des Verblichenen sich Momente finden, die geeignet sind, die anwesenden Gläubigen kräftiger zur Nachahmung und zur Vorbereitung auf einen christlichen Tod zu ermuntern, als die blosse Hinweisung auf die allgemeinen Wahrheiten von der Hinfälligkeit des menschlichen Lebens und dem Unbestande alles Irdischen, was bei fast täglichen Andeutung den Eindruck zu verlieren pflegt.

Gegenwärtige Trauerreden sind nicht für allgemeine Fälle verfertiget, sondern vom Verfasser bei wirklichen Vorkommenheiten gehalten worden. Und wir wissen, daß sie bei vielen Zuhörern einen rührenden und bleibenden Eindruck hervorgebracht haben.

Die unterzeichnete Verlagshandlung glaubt daher, daß diese lehrreichen Trauerreden auch in den Lesern, die den lebendigen Vortrag nicht angehört haben, manchen frommen Entschluß erwecken werden, und bringt sie deshalb mit Einwilligung des Verfassers zur Oeffentlichkeit.

Die Reden wurden gehalten an den Gräbern:

Um den Personen, an deren Grabe vorliegende Reden gesprochen wurden, gleichsam ein kleines Denkmal zu setzen, wurden ihre Namen in den Aufschriften beibehalten. Nur bei Nro. 4. mußte, wie sich von selbst versteht, der Name weggelassen werden. –

Möge unser Unternehmen recht viel Gutes stiften!

Die Verlagshandlung.