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Elf lange Jahre hat er Dich
Mit sichrer Hand geführt,
Hat viel Ruhm und Ehre Dir erworben,
Deinen guten Namen unverdorben
Bis zum heut’gen Tage conservirt.
Die Andern, die ihm beigesellt,
Das sind auch gewissenhafte Leut’;
Seidel führt für Dich ganz flott die Feder,
Pabst ist regelmäßig sein Vertreter,
Wenn die Noth es ihm gebeut.
Herr Bader täglich denkt und sinnt,
Wie Dein Geist zu fördern sei;
Er giebt Dir viel hochgelehrte Bücher,
Und so wirst Du immer, immer klüger,
Es ist wahrlich keine Schmeichelei.
Herr Kayser führt die Casse Dir,
Denn Du hast Moneten ja wie Heu;
Er treibt Dir die massenhaften Steuern ein,
Tritt die Schuldner unverdrossen groß und klein,
Und Du befind’st Dich wohl dabei.
Doctor Maret bei den Sachen bleibt
Als Dein Custos, treuer Wächter, Hort,
Den Bestand er jährlich sehr vermehret,
Was zu schenken er Niemandem verwehret,
Immer fegt er Staub und Motten fort.
So bist, Verein, Du treu bewahrt,
Drum schau’ nur lustig d’rein;
Noch viele Jahre magst Du leben,
Als Mann das Höchste nur erstreben,
Erzgebirg’scher Gartenbauverein.
P.
P.: 1. Tafellied zum 20. Stiftungsfeste des Erzgebirgischen Gartenbauvereins. J. W. Geibel, Chemnitz 1879, Seite 2. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:1._Tafellied_I_Erzgebirgischer_Gartenbauverein_1879.pdf/2&oldid=- (Version vom 10.3.2026)