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| Krausche, Carl Samuel: Camenzer Wochenschrift, 19. März 1848 | |
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5 Schinken,
4 oder 5 Schroten Speck und
2 Schroten Schweinefleisch
aus der Oesse spurlos entwendet worden, was hierdurch wegen Ermittelung der Thäter zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Kamenz, den 17. März 1848.
[249] Aufforderung.
Wer von den Bewohnern von Kamenz oder von dessen Umgebungen, wie zuverlässigen Vernehmgebungen zu Folge geschehen sein soll, den berüchtigten Schneider Johann Gottlob Friedrich aus Schönbach am Nachmittage des 3. Februar dieses Jahres auf dem Sandberge bei Kamenz mit einem Gewehre unter dem Pelze, das daselbst von ihm besehen worden ist, bemerkt hat, wird im Interesse des Rechts hiermit aufgefordert, sich bei der Gensdarmerie oder bei uns, der Untersuchungsbehörde, wegen Erstattung der Deposizion unverzugt zu anzumelden.
Kloster Marienstern, am 6. März 1848.
[252] Auction.
Der Mobilien-Nachlaß der am 4. Januar d. J. hierselbst verstorbenen unverehelichten Charlotte Kirstein, bestehend
- in einem defecten goldenen Ringe, Kette, Porzellan, Gläsern, Kupfer, Zinn, Leinenzeug, Betten, Meubles, Hausgeräth, Kleidungsstücken, Vorräthen, chirurgischen Instrumenten und Büchern etc.,
soll in termino
im Sterbehause – Badergasse No. 41 hierselbst – gegen sofortige baare Zahlung versteigert werden.
Das Auctions-Verzeichniß kann bei dem Unterzeichneten eingesehen werden.
Hoyerswerda, den 13. März 1848.
[226] Schänkwirthschafts- oder Guts-Verkauf.
Die im Jahre 1846 neu erbaute Schänkwirthschaft zu Bischheim mit der Befugniß zum Herbergen, Schlachten, Backen und Branntweinbrennen und 7 Schffl. Grundbesitz an Feld, Wiese und Garten, oder – das mit Nr. 31 des hiesigen B.-V.-K. bezeichnete Stammbauergut, worauf 296 Steuer-Einheiten haften, soll durch den unterzeichneten Eigenthümer Familien-Verhältnisse halber sofort verkauft werden.
Bischheim, den 14. März 1848.
[253] Verkauf einer Material- und Tabak-Handlung.
Ein in einer Provinzialstadt Sachsens gelegenes, mit guter Kundschaft versehenes Material-Geschäft nebst Haus, in welchem auch ein offenes Schnittgeschäft betrieben wird, stehet sofort wegen Wegzug des Eigenthümers zu verkaufen.
Näheres poste restante Grossenhain L. # 1 franco.
[254]
Veränderungshalber bin ich gesonnen, mein allhier gelegenes, neu gebautes, mit Ziegeln gedecktes Haus, worin sich zwei Stuben, zwei Kammern und sonstiges Zubehör befinden, sowie ein dazu gehöriges Stück Feld, aus freier Hand zu verkaufen.
[243]
200 Hundert Schock Breter von verschiedener Stärke,
200 Schock Latten, 24 Fuß lang
30 Schock Bauholz
sind zu verkaufen bei
Spremberg, den 14. März 1848.
Ein großer Theil der Breter steht in Rigel bei Hoyerswerda.
[229]
14 Stück 27,00 Tuchwebegeschirre – zum Theil noch wenig gebraucht – 100 bis 102 Zoll breit, ohne Leisten und mit Stahlblättern, liegen billigst zum Verkauf bei F. H. Herrmann & Sohn in Bischofswerda.
[257] Zu verkaufen
Neue ächte Rigaer Leinsaat und
beste rothe Kleesaat
bei
[256]
Daß Unterzeichneter aus Dresden angekommen ist, um vom 19. März bis höchstens Ende dieses Monats im Gasthof zum Herrnhause Portraits nach der Natur mit dem Daguerreotyp aufzunehmen, wird hierdurch ergebenst bekannt gemacht. Dauer der Sitzung: ½ Minute. Preis eines Portraits: 1 Thaler 5 Ngr. Von 9 bis 3 Uhr täglich.
Pulsnitz, den 13. März 1848.
[255]
Die Liste für den hier zu begründenden Leseverein liegt nur noch heute im Gasthaus zum Stern aus.
Krausche, Carl Samuel: Camenzer Wochenschrift, 19. März 1848. C. S. Krausche, Kamenz 19. März 1848, Seite 4. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Camenzer_Wochenschrift_1848-03-19.pdf/4&oldid=- (Version vom 14.6.2025)