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von Wasser und Wurzeln; als ihre Unschuld klar geworden,
fand ein Jäger die Gräfin Idda. Der Graf
bat viel; sie wollte nicht mehr bei ihm leben, sondern
blieb still und heilig im Kloster zu Fischingen.
Auswanderung der Schweizer.
| Westfriesenlied, noch lautbar in Oberhasli, ausgezogen in Spaziers Wanderungen durch die Schweiz. S. 343. ff. Etterlins Chronik. Basel 1764. S. 18 19. 20. |
Es war ein altes Königreich im Lande gegen Mitternacht, im Lande der Schweden und Friesen [1]; über dasselbe kam Hunger und theure Zeit. In dieser Noth sammelte sich die Gemeinde; durch die meisten Stimmen wurde beschlossen, daß jeden Monat das Volk zusammen kommen und loosen sollte; wen das Loos träfe, der müsse bei Lebensstrafe aus dem Land ziehen, Hohe und Niedere, Männer, Weiber und Kinder. Dies geschah eine Zeit lang; aber es half bald nicht aus, und man wußte den Menschen keine Nahrung mehr zu finden. Da versammlete sich nochmals der Rath und verordnete: es solle nun alle acht Tage der zehnte Mann loosen, auswandern, und nimmermehr wiederkehren. So geschah der Ausgang aus dem Land in Mitternacht, über hohe Berge und tiefe
- ↑ Das Lied nennt den damaligen König Risbert und den Grafen Christoph von Ostfriesland.
Brüder Grimm: Deutsche Sagen, Band 2. Nicolai, Berlin 1818, Seite 222. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Deutsche_Sagen_(Grimm)_V2_242.jpg&oldid=- (Version vom 31.7.2018)