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Angekl.: Und daß Popper für Sie garantiert.
Zeuge: Nein, das haben Sie gesagt!
Angekl.: Wann sind Sie in Konkurs gegangen?
Zeuge: Nach dreiviertel Jahren.
Präs.: Herr Zeuge, wir brauchen Sie nicht mehr.
Der Zeuge macht mit beiden Achseln und Armen eine bedauernde Bewegung und entfernt sich.
Angekl.: Hat sich Popper nicht für Sie auch an die Firma Beer um Kredit gewendet?
Zeuge: Nein. Sie haben die Vermutung ausgesprochen, daß er dies tun wolle.
Angekl.: Wie lange Zeit nach dem Gespräch im Café Zentral sind Sie in Konkurs geraten?
Zeuge: Nach dreiviertel Jahren …
Nach Beendigung dieser Aussage …

Es ist überflüssig festzustellen, daß dies das Milieu ist, aus welchem das geistige Wien hervorgeht.

»Der Zeuge wird hierauf vorgerufen. Er gibt an, jetzt Schriftsteller zu sein; vor zehn Jahren war er in der Niederlage des Herrn Popper bedienstet. Er sagt aus, daß mehrfach im Geschäfte Poppers En bloc-Verkäufe vorgekommen seien … Auf die Frage, was er unter En bloc-Verkäufen verstehe, sagt der Zeuge, dies sei, wenn größere Partien Waren verschiedener Sorten zu einem Einheitspreis verkauft würden. Die Pakette oder Dutzend seien aber immer gezählt und auch verrechnet worden.«

Bitte, das war vor zehn Jahren. Aber die Feuilletonhonorare werden von den Chefs nicht immer genau verrechnet.

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Wie er sich schließlich doch verständlich machte

»Nach dem Empfange einer Deputation des Männergesangvereines ließ Roosevelt die Vertreter der Presse in seinen Salon bitten. Nach der Vorstellung der einzelnen Herrn, die sich im Halbrund aufgestellt hatten, sprach Roosevelt zu den versammelten Vertretern der Presse in englischer Sprache … Dann wandte er sich an den Vertreter eines englischen Blattes mit der Bitte, seine Worte ins Deutsche zu übersetzen: ‚Ich stehe mit der deutschen Sprache auf schlechtem Fuße‘ fügte er lächelnd hinzu.«

Der Vertreter des englischen Blattes soll ihm hierauf etwas ins Ohr geflüstert haben. Danach soll Roosevelt sich entschlossen haben, selbst die Ansprache in schlechtem Deutsch zu wiederholen.

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Keine Ausnahme

»Zeitlich kommt Mr. Roosevelt hier an, um 6 Uhr 45 Minuten auf dem Südbahnhof. Der Bahnhofmechanismus funktioniert wie immer

Wie? Selbst bei solcher Gelegenheit?

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Empfohlene Zitierweise:
Karl Kraus (Hrsg.): Die Fackel Nr. 301–302. Die Fackel, Wien 1910, Seite 57. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Fackel_Nr._301%E2%80%93302.djvu/59&oldid=- (Version vom 31.12.2025)