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und reich verzierten Stoffen bestehen und als Alba und Dalmatica Teile der liturgischen Kleidung bildeten.

Bei dem wertvollen Silbergerät sind, wenn auch nicht immer ganz zuverlässig, durch die darauf angebrachten Marken vielfach die Namen der Verfertiger der einzelnen Stücke überliefert. Zwei Abendmahlskelche in gotisierender Form, einer 1611 bezeichnet, stammen z. B. der Marke nach wahrscheinlich von dem Dresdner Goldschmied Georg Mond, der vor 1599 Meister, 1614 Ältester wurde und nach 1623 starb. Von dem Dresdner Daniel Kellerthaler, † 1665 (?), wurde eine vergoldete Silberschüssel gefertigt. Sie zeigt in getriebener Arbeit einen aus Wolken mit Engeln und Engelsköpfchen hervorfliegenden Engel in kunstvoll gearbeitetem flatternden Gewande, der in den weit ausgespannten Armen ein Schriftband mit der Inschrift

„Gloria in excelsis deo in terra pax
Hominibus bonae voluntantis . 1618“

hält. (Taf. LXIII.) Wahrscheinlich von Friedrich Kellerthaler, der 1647 Meister wurde, dürfte eine schön verzierte Abendmahlskanne mit der Jahreszahl 1657, dem kurfürstlichen Wappen und der Bezeichnung Johann Georg II., Herzog zu Sachsen, Jülich, Cleve und Berg, Churfürst, herrühren. Andere Stücke sind von nichtsächsischen Meistern geschaffen worden, ein Hausaltar von dem Ausgsburger Goldschmied und Kupferstecher Johann Andreas Thelot geb. 1654, † 1734, eine vergoldete Kanne von David Jäger aus Augsburg, † 1661, eine Taufschüssel und Kanne mit Maskarons und getriebenen Ornamenten verziert von dem Nürnberger Martin Rehlein, † 1613. Die Leipziger Goldschmiedekunst des 17. Jahrhunderts ist durch zwei Altarleuchter mit getriebenen Blumen von dem Goldschmied Hans Scholler und einem Abendmahlskelch von Gottfried Schmidt vertreten.[1]

Außer einem in seinen Hauptteilen noch dem 13. Jahrhundert angehörenden Abendmahlskelch (Taf. LXIV) und der mit Reliefs nach Arbeiten Peter Flötners geschmückten Hostienbüchse (Taf. LXIV)[2], die im Deckel das gekrönte dänische und das ungekrönte sächsische Wappen mit der Jahreszahl 1564 trägt, sind die hervorragendsten Stücke die Taufschüssel und Kanne von Martin Rehlein (Taf. LXII), eine ungemarkte Taufkanne aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts (Taf. LXIII), eine Schüssel und Kanne mit getriebenem und graviertem Ornament, aufgelegten Perlmutterplatten und einem Schilde mit dem Ehewappen von Sachsen und Brandenburg in farbigem Email (Taf. LXIV) und der Hausaltar von Johann Andreas Thelot. (Taf. LXIII.) Dieser Altar, etwa um 1690 entstanden, soll aus dem Nachlasse des Herzogs Johann Adolf II. von Sachsen-Weißenfels, † 1746, stammen und im Jahre 1747 vom Oberhofprediger Dr. Herrmann an die Kirche abgegeben


  1. Rosenberg a. a. O. No 1126, 1130, 1140, 473, 335, 3117, 1965 und 1979.
  2. Moses Wasser aus dem Felsen schlagend, Rebekka am Brunnen und die Taufe im Jordan. Vgl. C. Lange, Peter Flötner, Berlin 1897. Tafel VI.
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Robert Bruck: Die Sophienkirche in Dresden. H. von Keller, Dresden, Dresden 1912, Seite 91. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sophienkirche_in_Dresden_(1912).pdf/103&oldid=- (Version vom 17.3.2026)