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die Aufstellung und Erhaltung des Denkmals erhoffend. Die Generaldirektion erklärte sich zu seiner Verwendung im Hofe des alten Galeriegebäudes bereit, und nach dessen Umbau zwecks Aufnahme des historischen Museums und der Porzellansammlung fand das goldene Tor endlich am Schloßeingange am Jüdenhofe einen Ruheplatz, an dem es heute in seiner stattlichen Erscheinung und Verhältnismäßigkeit, mit seiner reichen und schönen Ornamentik, als ein hervorragendes Werk der Frührenaissance in Sachsen gewürdigt werden kann.


Dem äußeren Umbau der Kirche folgten im Jahre 1875 Veränderungen im Inneren, die insbesondere die Umgestaltung der Emporen, die Versetzung der Orgel nach der nördlichen Westempore und die Errichtung einer neuen Kanzel aus Serpentin und Sandstein mit den Statuen des Petrus und Paulus, Matthäus und Johannes und einem Schalldeckel aus Eichenholz betrafen. Die Verlegung der Orgel von ihrem bisherigen Platze auf der Empore am Südchor nach der Westempore gab Arnold die Möglichkeit, die von ihm beabsichtigten Veränderungen in der Busmannkapelle auszuführen. Die trennende Decke, welche die Kapelle in einen unteren Raum und einen oberen als Bälgekammer für die Orgel benutzten teilte, wurde entfernt. In dieser nunmehr wieder einräumigen Kapelle besserte Arnold die Rippengewölbe aus und ergänzte das Maßwerk und die Gewände der Fenster. Er errichtete auf die steinernen Pfosten, die früher einen Teil des Fußbodens der Bälgekammer stützten, die schon erwähnte Balustrade und stellte damit einen in die Kapelle vorspringenden Balkon her, den er von einer im Seitengang zu den Emporen führenden Treppe aus zugängig machte. Er ersetzte den Holzfußboden durch Steinplatten und gab den Wänden einen neuen Anstrich. Die Kapelle hatte 1824 schon kleinere Veränderungen erfahren durch Neuausmalung und Stuckverzierung in den Formen der Neugotik und durch Ergänzung der früheren Butzen- durch breite Fensterscheiben. Die Kirche wurde mit Gasbeleuchtung versehen und ganz in neugotischem Stile ausgemalt. Bei dieser Gelegenheit nahm man alle Pastorenbilder von den Wänden im Schiff und hing sie in den Sakristeien und Seitengängen auf, in eine Ecke der Busmannkapelle verbrachte man das Nossenidenkmal.

Die Gesamtkosten des Umbaues überschritten bedeutend den Kostenanschlag. Sie betrugen für die Westseite mit den beiden Türmen 182 640 Mk., für die übrigen Fronten 154 254 Mk., für das Innere 120 900 Mk., demnach in Summa 457 794 Mk.


Mit Ausnahme einer Ausbesserung am Altarplatze im Jahre 1893, wobei einige Grabplatten aus dem 17. Jahrhundert teilweise freigelegt, aber wieder mit Schutt bedeckt wurden[1], machten sich größere Instandsetzungsarbeiten im Jahre 1910 wiederum nötig.

An die Inspektion der evangelischen Hof- und Sophienkirche war im Jahre 1907 das Gesuch gerichtet worden, statt des alten abgenutzten ein neues Gestühl


  1. O. Richter, Gräber in der Sophienkirche. Dresdner Geschichtsblätter II. Jahrg. 1893. No 4. S. 103.
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Robert Bruck: Die Sophienkirche in Dresden. H. von Keller, Dresden, Dresden 1912, Seite 35. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sophienkirche_in_Dresden_(1912).pdf/47&oldid=- (Version vom 23.2.2026)