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Die Wappen stammen teilweise von Grabsteinen und sind beim Grundgraben für die Emporensäulen von den Platten abgelöst worden. In einem Gutachten war ihnen nur ein geringer antiquarischer Wert beigemessen worden. Es sind in Alabaster die Wappen der Familien:
- von Eggenrodt, von Breidenbach gen. Breidenstein, Schenk zu Tautenberg, von Miltitz, von Wolframsdorf, von Birckholz.
in farbiger Holzschnitzerei:
- Wappenschild des Freiherrn von Günderode, Oberst, Kriegsrat von Frankreich und England, † 1614.
- Zwei Wappenschilde der Familie von Pflugk. Nach Oettrich S. 135, 138 und 139 gehörten Wappenschilde zu den Grabdenkmälern des Obersten Centurius † 1619, des Hauptmanns Otto † 1632, des Hausmarschalls Georg † 1642 und des Kammerjunkers Haubold Pflugk † 1645.
- Wappenschild des Obersten Friedrich Wilhelm Vitzthum von Eckstaedt, der nach Oettrich S. 141 „den 18 Julii 1624 durch einen Canon-Schuß verwundet worden und Tages darauf verstorben, seines Alters 42 Jahr 3 Wochen und 2 Tage“.
- Wappenschild der von Taube, entweder des Kammerjunkers Ludwig † 1624 oder des Obersten Hans Claus † 1654.
- Wappenschild des Siegmund von Schlichting † 1625.
- Wappenschild des Ober-Kammer- und Bergrates Hans Georg von Osterhausen † 1627.
- Wappenschild des schwedischen Obersten Freiherrn Maximilian von Teuffel, der in der Schlacht bei Breitenfeld 1631 tödlich verwundet wurde.
- Wappenschild des Kammerjunkers Rudolf von Drandorff † 1632.
- Wappenschild des Hauptmanns im Schwalbachschen Regiment zu Fuß Rudolph von Staupitz † 1634.
- Wappenschild des Hans Christoph Stange auf Drebach und Hilmersdorf † 1637.
- Wappenschild eines Hoë von Hoënegg, entweder des Rittmeisters im Dehnischen Regiment Leonhard Friedrich † 1638 oder des Justiz-Appellations- und Steuerrates Max Ferdinand † 1657.
- Wappenschild des Oberkämmerers Rudolph Vitzthum von Apolda † 1639.
- Wappenschild eines Unbekannten, nach Gurlitt, Bau- und Kunstdenkmäler d. Kgr. Sachsen Heft XXI, Seite 112, vielleicht Wappen der schlesischen Adelsfamilie von Pilar oder von Pilaren. (Bei Oettrich wird niemand aus dieser Familie aufgeführt.) Das Wappen zeigt einen seine Jungen fütternden Pelikan.
- Wappenschild eines Unbekannten. Eichmann? In rundem Rahmen das Reliefwappen, zwei Eicheln mit Blättern, drei Blätter (das mittelste abgebrochen) als Helmzier. Vielleicht vom Grabe des 1616 verstorbenen kurfürstlichen Rates D. Martin Eichmann.
- Wappenschild eines von Carlowitz. Bei Oettrich nicht verzeichnet.
Empfohlene Zitierweise:
Robert Bruck: Die Sophienkirche in Dresden. H. von Keller, Dresden, Dresden 1912, Seite 62. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sophienkirche_in_Dresden_(1912).pdf/74&oldid=- (Version vom 28.2.2026)
Robert Bruck: Die Sophienkirche in Dresden. H. von Keller, Dresden, Dresden 1912, Seite 62. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sophienkirche_in_Dresden_(1912).pdf/74&oldid=- (Version vom 28.2.2026)