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Engel als Wappenhalter sind noch bei zwei anderen Platten zur Verwendung gekommen. Grabstein des Johann Meyer, † 1629, kurfürstl. sächs. Appellationsrat, Assessor der juristischen Fakultät in Leipzig und kurfürstl. Ratskonsulent. (Taf. XLVIII.) Auf dem oberen Teile der Sandsteinplatte sind zwei stehende bekleidete Engel, die je ein Wappen halten, und darunter ein die Breite des Steines einnehmendes schmales Schild mit zwei lateinischen Strophen ausgemeißelt. Der andere Teil des Steines wird von der Grabschrift gefüllt, die von einem Rollwerkrahmen umgeben ist.
Grabstein des Basilius Chemnitius, † 1679, kurfürstl. sächs. Geheimsekretär, und seiner Gattin Maria Magdalena geb. Aye, † 1705. Die zerstörte Sandsteinplatte ist die einzige aus dem 18. Jahrhundert stammende. Den unteren größeren Teil, der von einem breiten Blattrande umrahmt ist, nimmt die Inschrift ein. Den oberen Teil des Steines zieren zwei gut gearbeitete Putten in Relief, die das von einer runden Einfassung umgebene Wappen des Verstorbenen halten.
Grabstein der Margareta Katharina Marschalck, † 1684, Tochter eines dänischen Geheimen Rates und Kanzlers Johann Friedrich Marschalck. (Taf. XLVII.) Der untere Teil zeigt in der ganzen Breite des Steines ein Inschriftenschild mit gerollter Blattrandverzierung, die obere Hälfte eine sehr frei behandelte und meisterhaft in Relief ausgeführte Auferstehung Christi. An den beiden Längsseiten sind zehn Ahnenwappen der Familien von Marschalck, von Heimburg, von Marschalck, von Marschalck, von Klüfer, von der Wense, von Heimburg, ?, von Adelebsen (?), ? und als unterer Abschluß in der Mitte ein geflügeltes Stundenglas in Hochrelief ausgemeißelt.
Grabstein des Christoph Adam von Hoymb, † 1654, kurfürstl. sächs. Hof- und Justizienrat. (Taf. XLVIII.) Die Sandsteinplatte ist mit einem Schriftrand umgeben. Zwei von Engelhermen, Engelsköpfen und Rollwerk eingefaßte Inschriftkartuschen, in deren obere ein Kruzifixus eingefügt ist, sind übereinander angeordnet, über, zwischen und unter den Kartuschen acht Ahnenwappen der Familien: von Hoym, von Asseburg, von Werther, ?, von Wallenfels, von Cramm, von Brandenstein, von Meschede.
Grabstein der Christina Nosseni geb. Hanitsch, † 1606, Gattin des Bildhauers Nosseni. (Taf. XXI, Abb. 4.) Die von Sebastian Walther gemeißelte Grabplatte enthält in ihrem größeren unteren Teile eine von einem schlichten vornehmen Rahmenwerk eingefaßte schwarze weißgeaderte Marmortafel mit vergoldeter Inschrift und darüber zwei sich auf einen Totenkopf in der Mitte stützende gelagerte Putten. Den oberen Teil des Steines nimmt eine schmale Kartusche mit Engelhermen ein, in die eine weiße Marmorplatte mit Schrift eingelassen ist.
Grabstein der Susanna Hasse, geb. Horn, † 1623 im Alter von 25 Jahren, Gattin des Dr. jur. Johannes Hasse. (Taf. XLIX.) Der Grabstein zeigt über einem beschrifteten Mittelstück in der Mitte oben einen Frauenkopf mit Kopftuch zwischen gebuckelten Voluten, links das Lamm mit der Glaubensfahne, rechts einen Korb
Robert Bruck: Die Sophienkirche in Dresden. H. von Keller, Dresden, Dresden 1912, Seite 68. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sophienkirche_in_Dresden_(1912).pdf/80&oldid=- (Version vom 2.3.2026)