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mit Blumen und Ähren. Zu beiden Seiten folgen von oben nach unten Engelhermen, deren untere Teile in Voluten und Girlanden von ineinandergesteckten Blättern enden, dann Rollwerk und antik gestaltete flammende Lampen, sowie Voluten, die den Übergang zum unteren Abschlusse vermitteln, der aus einem Totenkopf mit gekreuzten Knochen gebildet wird. Der Stein fand sich auf besondere Art geschützt vor. Ein bemalter Kasten, dessen oberer Deckel sich flügelartig öffnen ließ, war über ihm befestigt. Auf den Innenseiten des Deckels, die jetzt im Stadtmuseum Aufbewahrung gefunden haben, waren von nicht ungeschickter Hand in kräftigen hellen Temperafarben zwei weibliche Gestalten gemalt, die Hoffnung, einen Anker und eine Blume haltend, und der Glaube mit dem Kruzifix in der Hand und dem Drachen als Symbol des Unglaubens bezw. der Sünde unter den Füßen. Über und unter diesen Gestalten sieht man gemalte Inschriftkartuschen, deren Verzierungen mit den Formen der am Grabsteine angebrachten große Ähnlichkeit haben. (Taf. XLIX.)
Fast völlig übereinstimmend mit diesem Steine ist der Grabstein der Rebecca Hahn geb. Brenner, † 1626, 17 Jahre alt, Gattin des kurfürstl. Leibarztes Dr. Balthasar Hahn. (Taf. XLVIII.)
Grabstein des Otto Christoff Baron Teuffel, † 1690, kurfürstl. sächs. Geheimer Rat, der letzte seines Geschlechtes. (Taf. XLIX.) Der schöne Grabstein zeichnet sich durch eine überaus feine Ausführung in technischer und durch vornehme wohlabgewogene Anbringung und Verteilung von Ornament und Schrift in künstlerischer Hinsicht aus. Zwei dicke Laubkränze übereinander umgeben die schildartig erhaben gearbeiteten Plätze für die Inschriften. Der obere und der untere Kranz werden in der Mitte von Bändern, deren nach den Seiten flatternde Enden die leeren Räume in der Mitte des Steines beleben, zusammengehalten. Über den Bandknoten liegt das Wappen derer von Teuffel. Oben und unten werden die Kränze von Medaillons, die von Blattzweigen umrahmt sind und das Monogramm des Verstorbenen enthalten, bedeckt. In die Ecken des Grabsteines sind kriegerische Embleme eingefügt. Ein früher an dem Zinksarge des Verstorbenen angebrachtes Schild mit dem Monogramm und eines mit dem Wappen sind im Jahre 1910 in das Stadtmuseum gebracht worden.
Grabplatte der Euphemia von Eckersberg geb. von Haugwitz, kurfürstl. sächs. Hofmeisterin, † 1625, Witwe des kurfürstl. sächs. Hausmarschalls Heinrich von Eckersberg. (Taf. XLIX.) Glatte Sandsteinplatte, von der sich in der Mitte, in Relief gearbeitet, eine von Rollwerk eingefaßte Inschrifttafel abhebt, an deren Rande oben und unten je drei, zu beiden Seiten je ein Ahnenwappen ausgearbeitet sind. Es sind die Wappen der Familien: von Schönfeld, von Eckersberg, von Schaetzler, von Tschammer, von Bünau, von Kaldenthal, von Haugwitz, von Lichtenhain.
Grabstein des Johann Georg Keuling, † 1627. Beschriftete Sandsteinplatte. Rand mit geflügelten Engelhermen, Gehängen, geflügeltem Engelskopf und Totenkopf mit gekreuzten Knochen.
Robert Bruck: Die Sophienkirche in Dresden. H. von Keller, Dresden, Dresden 1912, Seite 69. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sophienkirche_in_Dresden_(1912).pdf/81&oldid=- (Version vom 3.3.2026)