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Grabstein des Eustachius Löser, † 1634, kurfürstl. sächs. Generalmajor und Obrist zu Roß und Fuß. Grabstein der Gattin des Eustachius Löser Justina geb. von Einsiedel, † 1635. (Taf. L.) Beide Steine sind in gleichen Formen gehalten. Den mittleren größeren Teil der Platte nimmt eine herzförmige Inschrifttafel mit Rollwerkumrahmung ein. Auf dem Steine des Gatten sind oben und unten kriegerische Embleme und an den Ecken die Wappen der Familien von Löser, von Schlieben, von Zobeltitz und von Ende (?) angebracht. Auf dem Grabsteine der Gattin ist über dem Inschriftenschild ein auf einem Totenkopf sitzender Engel ausgemeißelt, der zu beiden Seiten die Wappen der von Einsiedel und von Weissenbach hält. Am unteren Teile des Steines bildet ein geflügelter Engelskopf die Mitte, und die beiden Ecken füllen die Wappen der von Ende (?) und von Ebeleben.

Grabstein des Johann Georg von Schleinitz, † 1635. (Taf. L.) Auf der Sandsteinplatte befinden sich zwei von Engelhermen, geflügelten Engelsköpfen und Rollwerk eingefaßte Inschriftentafeln. Die kleinere untere mit dem Leichentext wird von zwei Schleinitzschen Wappen und an den oberen Ecken von zwei brennenden antiken Lampen bekrönt, während ein geflügelter Totenkopf den unteren Abschluß bildet.

Grabstein der Agnes von Schwalbach, † 1632 (Taf. L), Tochter des kurfürstl. sächs. Generalfeldzeugmeisters Johann Melchior von Schwalbach, der nach dem Tode Nossenis das Privileg zur Gewinnung von Marmor und Alabaster übertragen erhielt. Er starb 1635 und wurde in der Sophienkirche bestattet, sein Grabstein hat sich aber nicht gefunden. Der Rand des Grabsteines der neunjährigen Tochter Agnes ist in doppelter Reihe beschriftet. In vertieftem Grunde, der mit einem feinen Flachmuster bedeckt ist, sind in den Ecken vier Ahnenwappen angebracht: von Schwalbach, Schütz von Holtzhausen, von Schaetzl, Huhn von Elckershausen. Die Mitte des Steines wird von einer Inschrifttafel eingenommen, die von einer schön geformten Kartuschenumrahmung eingefaßt ist. Die Feinheit der Reliefbearbeitung, die gute Verhältnismäßigkeit in der Verteilung von Wappen und Inschrifttafel auf der Fläche lassen diesen Stein als das Werk eines sehr tüchtigen Bildhauers erkennen.

Grabstein der Perpetua Juliana von Rechenberg geb. von Carlowitz, † 1645, Gattin des kurfürstl. sächs. Stallmeisters Johann Georg von Rechenberg. Sandsteinplatte, auf dem Rande zweizeilige Schrift. Den größeren oberen Teil des Steines nimmt eine Inschrifttafel ein, an deren Seiten Engelhermen, oben ein geflügelter Engelskopf und am unteren Rande ein Totenkopf und Knochen ausgearbeitet sind. Den unteren inneren Raum des Steines schmückt ein gewandeter Engel, der zu beiden Seiten Wappen hält. Das linke Wappen der Familie von Rechenberg ist noch ziemlich gut erhalten, das rechte, vermutlich das der Familie von Carlowitz, hat man, als der Grabstein zerschlagen und in den Heizkanal eingemauert wurde, abgespitzt.

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Robert Bruck: Die Sophienkirche in Dresden. H. von Keller, Dresden, Dresden 1912, Seite 70. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sophienkirche_in_Dresden_(1912).pdf/82&oldid=- (Version vom 3.3.2026)