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Grabstein des Johann Leuber, † 1652, kurfürstl. sächs. Geheimrat. (Taf. L.) Sandsteinplatte, deren Rand seitlich von Blattgehängen, oben von einem geflügelten Engelskopf und seitlichem Rollwerk und unten von dem Wappen des Verstorbenen mit seitlichem Rollwerk gebildet wird.

Grabstein des Wolff Hildebrand von Gustädt, † 1671, kurfürstl. sächs. Kammerherr und Hauptmann der Leibkompanie zu Fuß, auch Domherr des hohen Stiftes Meißen. Sandsteinplatte mit Umrahmung von Girlanden, seitlichen Blattgehängen, geflügeltem Totenkopf mit Sanduhr und sechs Wappen der Familien: von Gustedt, ?, von Randau (?), von Goldochs, von Krebs (?), von Dieskau.

Grabstein des Nicol Gebhardt von Miltitz, † 1635, kurfürstl. sächs. Geheimer Rat. Schwarze Marmortafel mit dem Alabasterwappen der Miltitz. Auf diesem Grabstein ist bei der neuen Instandsetzungsarbeit der Rumpf einer bekleideten weiblichen Gestalt mit vergoldeten Gewandsäumen aus Alabaster, 66 cm hoch, in Relief gearbeitet (Taf. LI), und das Familienwappen wieder angebracht worden, die seit der Aufdeckung im Jahre 1893 das Stadtmuseum aufbewahrt hatte.

Zwei Trümmer von Grabsteinen, die im Jahre 1892 beim Graben eines Brunnens an der Sophienkirche gefunden worden waren, sind im Stadtmuseum aufgestellt. Bei dem einen Stück ist ein Teil der Umrahmung, ein sitzender Putto in Rundplastik und ein die Posaune des jüngsten Gerichtes blasender, als Herme gebildeter Engel, sowie daran anschließend ein Teil des ovalen Mittelstückes erhalten. Hier ist nach der Offenbarung Johannis 4 und 5 Christus im Strahlenglanze auf dem Throne sitzend dargestellt, das Buch mit den sieben Siegeln auf dem Schoße und das Lamm zu seiner Seite. In der oberen Strahlenumrahmung des Stuhles sind brennende Lampen sichtbar. „Und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Stuhl.“ Neben Christus gewahrt man zwei der apokalyptischen Tiere, den Löwen und den Adler und am Rande zwölf von den vierundzwanzig Ältesten. (Taf. LII.)

Das andere Sandsteinstück im Museum enthält einen geflügelten Engelskopf und das Wappen entweder der Familie von Metzsch, von der mehrere Mitglieder in der Sophienkirche ihre Ruhestätte fanden, oder der Familie von Pöllnitz.


Einfache Grabsteinplatten mit gemeißelten Wappen.

Grabstein der Gertraud Doerer geb. Rothhaupt, Gattin des kurfürstl. sächs. Leibarztes Andreas Doerer, und ihrer Tochter, beide † 1608. Einfache schwarze Marmorplatte mit Alabasterwappen.

Grabstein des Polycarp Leyser, † 1610, kurfürstl. sächs. Hofprediger. Einfache Marmorplatte mit Schrift und darunter angebrachtem Wappen.

Polycarp Leyser gehörte zu jenen Männern, die in der Zeit der lutherischen Orthodoxie eine bedeutsame Rolle spielten und sich durch ein zähes Festhalten an dem Buchstaben der Konkordienformel auszeichneten. Eine Aufgabe seines

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Robert Bruck: Die Sophienkirche in Dresden. H. von Keller, Dresden, Dresden 1912, Seite 71. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Sophienkirche_in_Dresden_(1912).pdf/83&oldid=- (Version vom 3.3.2026)