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straffen, sall er seiner vorgessenheit entgelden und dem handtwerge geburliche straff geben und hinforder darauff sehen, das er sich nach seinen viermeistern und handtwerge richte, keine nauickeit noch widderstandt zu thun understehe etc.

Sabatho post Augustini (31. VIII) seint meister Joachim eynem korschner von Meissen etliche stuck, dy im eyn frey weib gestolen, widdergegeben, als nemlichen 1 gros gelhaytstheinen pater noster mit silbern scheydt steynen (?), 1 roth atlas halßkoller mit marder gefüttert, 1 beuttel, 1 scheide mit messern, 2 silberne fingerlen, 1 par silberne hefftlen, 1 gemeiner gurtel, 1 schlor.

Eodem die nach 12 hor hat der rath der fleischhauer gewichte und wagen besichtiget und gewegen. Sint alle rechtschaffen befunden bis uff Michel und Hieronymum dy Merbitze, haben eyn wenig zu leichte mit des raths zeichen gewichte gehabt.

Platzbecker. Dinstag post Egidii (3. IX) sint beide rethe vorsammelt gewest und beschlossen, das den platzbeckern allein eyn tag ader zwene uffs meiste nemlich montag und freitag feiler kauff solle gestattet werden, doch mitler zeit mit den becken zu reden uff ir manchfeltig anregen und bitlich ersuchen, das sy sich mit vorrath und aller notturfft zum backen schicken, und dyweil durch dy platzbecker allzeit der kornkauff und ander getrede gesteigert und ine zu merglichem appruch gereichend, auch dadurch dy gantze stadt mit brote vorseumet, das sy dy becken sulchem zuvorkommen und dy stadt mit backen noch noddurfft vorsehen werden, und wan dy becken also geschickt, wil sich der rath auch der gepur (Gebühr) halden etc.

2. Greben reynigen, wege bessern. Item das all dyjhenigen, so ecker an wegen und greben haben, sollen dy grebin helffen reynigen und auffs nau auswerffen, domit dy wege gebessert.

3. Preßnitz (Briesnitz). Item U. g. H. anzulangen, das S. f. G. (Seine fürstlichen Gnaden) gemeyne stadt bey der landsordenung handthaben und schutzen und also zu Preßnitz das frembde byerschencken abschaffen.

4. Stadtfluhr. Item mit dem schosser zu reden, das der stadt fluhr reynstein beritten, bepflockt und besichtiget werden, das also dy paur der burger gutter nicht betreiben noch mist aus der stadt fuhren sollen. (Nachschrift:) Ist geschehen. Der schosser hat sich aller billichkeit erboten und sunderlich zugesagt, keynem pauer ecker vor der stadt und von ime zu lehen rurend in dy lehen zu geben.

5. Pauersheuser. Item das all dyjhenigen, so von den dorffern und ausserhalb der stadt heußer in der stadt haben, als Lorentz Grael, Merten Peterman und Fickeler, sollen sich burgerliche hendel enthalden zu treiben ader ire heuser bezihen.

6. Hausgnossen. Item bey U. g. H. auszubringen, S. f. G. gnediglich zu gestatten, das all heuser, so ausserhalb der stadt gepauet, do zuvor keyne feurstadt gewest, sy sein den pristern mit lehen zugethan ader nicht, mogen bezeichent und zimliche zinse daruff gesetzt werden, uff das weil si des margkts in der stadt gebrauchen, das sy auch dem rathe etwas darumb pflegen, und forder nicht nachlassen, naue gepeude hinaus ane wissen, willen und ansuchen des raths etc. Desgleichen auch bey den hausknossen und andern zu besichtigen, wyvil sy sihe und ap sie ecker ader gerte zu underhaldung des fihes haben; wo nicht, ine zu bevehlen, das vihe in gereumer zeit zu vorkauffen, das also eyn rath mag wissen, wer und wyvil hausknossen vorhanden.

Dy Hennigen und Lucas Fischer von Bautzen. Mitwoch nach Egidii (4. IX) baccalaureus Fleischer in anwaltschafft Lucas Fischers von Budissin hat hulffe (Zwangsverkauf) zum hause der magister Hennicken vor 107 fl., so gedachter Lucas Fischer irem herrn seligen geligen, begert etc. Daruff nach handelung zur antwurt gegeben und umb gedult angelanget, wan das hauß vorkaufft, welchs auffs erste zu beschehen bevolhn und vorordent und dy 250 fl. zinse desgleichen der thumprobst zu Meissen entricht werden, soll Lucas Fischer vor allen gleubigern den vorzog und erstigkeit vor sein gelt an bezalung des hauses haben etc.

Meltzer. Freytag post Egidii (6. IX) etliche von meltzern im rathe erschynen und etlicher beschwerung, bsondern das sy entzlen maltzerknecht zu halten nicht vormogen etc. Geantwortet, das sie sich nach vorm jar auffgerichter ordenung des raths von U. g. H. angenohmen etc. richten und halten. Eyn rath, so itzunder sitzt, wisse es nicht zu andern, sunderlich das man sich des feurs halben besorget, so eyn meltzer zweyer heusern solte pflegen und mit eynem gnug zu schaffen etc.

Dy Egerin angezeigt, in kurtzen ghen Oedern (Öderan) zu zihen, austendige schuld einzumhanen und den rath zu bezalen.

Mitwoch post crucis (18. IX) Hans Kunig hat wider umb dy jarkuche den wintter uber gebeten. Ist ime nachgelassen.

Triblern ist dy kuche auch widder zugesagt dergestalt vigilia Mathei (20. IX).

Freitag post Galli (18. X) ist geratschlaget von wegen Caspars des gerichtsdyner seines frevels halben, der er ins richters hauße begonnst (begangen), unnd beschlossen, man wolle sich des rechten bey den von Leiptzk belernen etc.

Hans Hering. Mitwoch post Simonis et Judä (30. X) beschlossen, das Hansen Heringen sein burgerrecht, inmassen Mats Poppen und andern gescheen, wegen seins ungehorsams werde uffgesagt, sein wohnung anderswo zu vorsehen etc.

Empfohlene Zitierweise:
Dr. Otto Richter (Hrsg.): Dresdner Geschichtsblätter Band 5 (1909 bis 1912). Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung., Dresden 1909 bis 1912, Seite 161. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dresdner_Geschichtsbl%C3%A4tter_F%C3%BCnfter_Band.pdf/164&oldid=- (Version vom 28.1.2026)