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Jacof Hornig von wegen Hans Kalben, so kranck angesagt, aus beschluß, das sie keine leymet (Leinwand) dan hirinne und in der stadt weichbild gemacht, strempeln sollen, doraus volget, das keiner zu Aldendresden darff lassen erbten etc.

Fluer. Mitwoch post Johannis (1. VII) den pauern von Mockeritz angezeigt, dyweil dy ufm lande nicht gestaten, das in irem flur kein bürger sein ecker betreiben darff, sei der rath vorursacht, domit gleichmessigkeith gehalden, zu ordnen, der stadt flur zu berehnen (berainen) und das kein pauer etc.

Mitwoch post visitationis (8. VII) haben dy geschickten her Wilhelm von Schonberg zu Hoyerßwerd mit Clement Hartman 4 ß großen karpen halben, so er S. G. (Seiner Gnaden) solt schuldig sein, nicht konnen vortragen werden, derhalb dy geschickten bemelt protestirt von wegen ires herrn, das si bemelten Clement nicht loßzugeben gesonnen, sondern mit recht vorzunehmen etc.

Mitwoch post Jacobi (29. VII). Dy schwartzferber beclagen sich über Greger Steynert und andere leyneweber, das sie ferber halten und menniglichen ine zu abbruch ferben etc. Dargegen geanthwurt, es werde dermassen zu Kempnitz und an andern orttern etc. (Zusatz am Rande: Es sei eyn kunst und kein handtwergk). Doruff beschlossen, weil Greger Steynert uff gewonheit ander stette geflohen, wil sich eyn radt erkunden darumb und uff mittel gedencken etc. und als der rath bericht, das si weit in der stadt ferben, ist inen vorbotten sulchs forthin in der stadt.

Steffan Tschuricht beclagt sich uber Christoff Jentzsch, das er sein weib im byerhauße offentlich zun ehren geschulden etc., welchs Jentzsch nicht gestendig. Tschuricht hat dy sache dem rathe enheim gegeben. Hats Jentzsch dem parth abgebethen, nemlich das er nichts von im, seinem weybe und freuntschafft wisse den alles guths, und ab er etwas in trunckener weyse geredt, das sei ime leyt (leid) etc. Ist doruff in gehorsam genohmen und vorboten, zwuschen hir und Michaelis in kein byerhauß zu khomen. (Bemerkung am Rande:) Wasser und brot zu geben, ins underste gefencknus zu setzen.

Brottbanck. Paul Wolrabe hat sein banck Brosio Heintzen zugesagt zu gebrauchen, so lange er zu hoffe becker ist und selbst dy banck zu vorlegen und zu vorsorgen nicht bedacht.

Nickel Trappe bericht den rath, das er am sontag vorgangen zu Paul Hoppenern kommen und den gesellen ir knappenrecht uffgelegt. Noch vorlesung ires briffes haben sie inen teuffen wollen und sein heupt (der ganze Absatz ist durchgestrichen und dazu geschrieben: Nichil est).

Michel Ulen angesaget, das er am werckeltage in keinem byerhauße zur zeche sitzen sall etc.

Freytag. Matz Meyl und Goschmann sein burge wurden vor Anders Kuhnen, das er von hinne in 4 wuchen den schaden vorbauen sol, so von seinem stalle kompt, Matz Felgenhauer zu schaden. Wan das gescheen, wird sich eyn rath kegen Andres Kuhnen mit straff ferner wol wissen zu erzeigen.

Hans Konigen bevolhen, kein schweyn zu schlachten bis uff Bartholomei, wo dy schweyne nicht meher sterben wurden etc.

Tischer beclagen sich uber dy zimmerleuthen, das sie in ire erbet und handtwergk greiffen. Doruff der rath geanthwurt nach gehaltenem radtschlagk, dyweil allein zwyne zimmerleuthe vorhanden, wisse eyn radt nichts zu handeln etc.

Den alden 2 tischergesellen gesagt, das si widerumb alle 4 wochen zusammen kommen, ir gepurlich gelt einlegen und halten sollen, wie vor zeiten im handtwerge gehalten.

Beschlossen, das eyn schweinkobe in dy mulhe gemacht werde etc.

Gunthern eynem taglonern bevolhen, zwuschen hir und Michaelis zu vorkeuffen seyner unzucht und gottslesterung halben.

Desgleichen dem alt Reußen bevolhen, sein hoff furbaß zu setzen, doch dy leuthe zuvor zu bezalen.

Freitag post vincula Petri (7. VIII) dem jungen Jentzsch vorbothen, in byerheuser zu gehen, zu toppeln und spielen etc. mit anzegung, wo er dermassen mit leichtfertigen worten begriffen etc. ader das er sein vater unerlich handelt, wolle ine eyn rath mit ernst straffen. Das sal ein schertz gewest sein.

Hieronymus Cunalt zum vormunde verordent dem medlein, so bey Gorg Nauman ist seines weibes schwester tochter etc.

Botner. Mitwoch post Laurentii (12. VIII) den eldisten der botner angesagt, das sie von eynem leherjungen, der ausgelernet, nicht meher den 2 ader 3 gr., von der kuntschafft seiner laer dem schreiber zu geben, nehmen sollen, und sie sollen nichts fordern, dieweil nicht in irem brieffe befunden, das in vom rathe nachgelassen, kuntschafft von sich zu geben, doch wil inen das eyn rath nachlassen nach gewonheit etc.

Mitwoch post nativitatis Mariä (9. IX) Nickel Gerbern angesagt, das er sein hauß bezihe ader vorkeuffe. Desgleichen Hans Geißlern.

Freitag post exaltacionis crucis (18. IX). Hans Sporer beclagt sich uber Ludwig Rymer, das er keten an zömen und dergleichen (Am Rande: buckel), so seinem handtwerge zu machen zustendig, macht etc. Doruff durch eyn rath gesagt: was des rymershandtwergs ist, soll er sich halten, und was dem handtwerg

Empfohlene Zitierweise:
Dr. Otto Richter (Hrsg.): Dresdner Geschichtsblätter Band 5 (1909 bis 1912). Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung., Dresden 1909 bis 1912, Seite 170. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dresdner_Geschichtsbl%C3%A4tter_F%C3%BCnfter_Band.pdf/173&oldid=- (Version vom 5.2.2026)