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vornemlich nicht zugehorig, sol er sich eussern. Ein itzlich handtwerg sol sich des seinen halten (Am Rande: was im zustehet zu machen), domit nicht eyner den andern vorterben mocht etc.
Mitwoch post Augustini (14. X) den gerbern angezeigt, dy pflocke abgehauen des grunteyses halben mit dem eynhengen des leders, wil eyn rath besichtigen.
Sonnabent post Simonis et Judä (31. X) mit dem neuen moller gehandelt und eyns wurden bis uff ostern zu vorsuchen, sol ime gegeben werden sampt dem helfferknechte vor alles wochlich 15 gr., das tranckgeldt von haußbacken weiß (Weizen) und von itzlichem maltz 1 gr. bekomen. Juravit ut supra.
Mitwoch noch omnium sanctorum (4. XI) ist Jacoff Kupperschmied von des raths wegen gesaget, das er seins stiffvatern Hans Hammers hauß meiden solle und ine mit keinen unnutzen worten beschwere, es sei wo es wolle, durch sich ader durch sein weib, sunder an gleich und recht begnugen lassen bey der stadt meidung.
Des schencken son dem baccalaureen angesaget, zwuschen hir und weynachten in kein schenckhauß zu gehen.
Becker und platzbecker. Dinstag am abend Martini (10. XI) beide rethe vorsammelt geratschlaget uf der becker supplication und beschlossen, was dy platzbecker und kuchler belanget, muß mit rath und hulffe M. g. H. beschehen, und wan dy becker den andern artickel vorcleret, woll eyn rath ferner sich bei M. g. H. erkunden etc. Mehl und griß zu vorkeuffen sollen allein dy becker weil es ir wergk, haben ausgeschlossen den montag. Dy mulhen belangend wirt es nicht mangel haben etc.
Mitwoch post Martini (18. XI) sint beide rethe vorsammelt. Erstlich beschlossen und den gerbern angezeiget, das sie sich des einhengens der leder enthalden, di pflocke ausschlohen sollen, dieweil eyn radt in bedencken, ab man inen dis orts an stricken wolle lassen vorgonnen.
Zum andern uf der becker supplication dem handtwergke angesaget, das eyn rath geneigt und wolle vorschaffen, das die sache bey M. g. H. gefordert, domit kein einhalt von imand zu besorgen. Dy kuchler wollen sich mit inen vorgleichen und backen wie zu Leiptzk.
Hospital Maternileuthe. Mitwoch nach Andreä (2. XII) hat ein erbar rath dy leuthe an der Elben und vorm thor, so zum spital Materni gehoren und demselben zinsbar, sovil dy erbgerichte belanget, uff bevelh U. g. H. bürgermeister Hans Gleynigen als itzt vorordenten spitelmeister angeweist, sich noch im, sovil vor alders gewest, aller gebur zu halten, dorin im eyn rath wil rettig (beirätig) und hulfflich sein. Was dy obergericht anlanget, wissen sie wol, wie es auch vor alders gehalten.
Mitwoch post natale domini (30. XII). Nach dem dy Frantz Ruellin M. g. F. (Meine gnädige Frau) dy junge hertzogin in supplicationschrifft angelanget, das Ir f. G. (Fürstliche Gnaden) sie wolle vorbeten (fürbitten) umb eyn halb byr, bis ir hauß bezalt wurde, nachzulassen etc., als hat der marschall mit dem bürgermeister geredt, weil er bericht, das dis jar das hauß bezalt, eyn rath wolle im eyn halb byr nach dißmal nachlassen etc. Doruf der rath die quo supra der frauen angezeigt, man wolle uff dismalh angesehen M. g. F. vorbitt gedult tragen. Wurde sy uf eyn ander jhar benottiget und wider anregen, sol ir unvorweisliche anthwort gefallen.
Freitag post Felicis (15. I) in vorsamlung beider rethe beschlossen: erstlich das dem herrn pfarrer (Dr. Petrus Eyssenberg) seine vorschreibunge des Queckborns halben sampt andern zedeln, weil er derwegen gutte berechnung gethan und das gelt, so hinderstellig, durch U. g. H. den landsfürsten an geburliche ortter vorordent wider uberreicht werden etc.
Zum andern ist Kaphan angezeiget, 10 ß vor dy bezichtung seins weibes und uffruhr in seinem hauße sampt anderm unfuglichen leben begunst (begangen) zu geben etc. Daruf er eyn bedenckzeit gebeten. Ist im nochgelassen.
Freitag post Fabiani et Sebastiani (22. I) ist Jacoff Kaphan in sitzendem rathe erschynen und geanthwurt. Dieweil bose sachen über ine ergehen sollen, als das eyn geschrey in seinem hauße begunst, derwegen er in gehorsam genohmen, auch das eyn unzuchtig weib des morgens sey heraußgangen etc., ist er des geschreies gestendig und vorhoffe, das er derhalben neben seiner forigen entschuldung genug gestrafft. Des andern stucks wollen inen die edelleuthe vortretten und vorantwortten.
Zum andern seines weibes halben thue er dise anthwurt. Hab sie jemand mit boser that anzusprechen, der sol sie rechtlich furnehmen und mit recht darzu thuen als vil sie auch thuen will etc.
Tertio was den todschlag belanget, saget, er sei umb sieben zu bette gangen, als alle sachen in guttem fride gewest etc. Dornach eyner von hoffe komen und den uffruhr erweckt etc. wi zuvor entschuldigung gescheen. Weil er nuh kein ursach darzu geben, vortroste er sich one entgeltnus zu seyn etc.
Quarto das eyn bose regiment inn seynem hauße sey und das und jene gestatte etc. Doruff sey anzeigung, er habe 29 jar haus gehalten und sich dermassen gegen menniglich bezeiget, das er vorhoffens, es werde ime nymands etwas mit bestandt konnen nachsagen und beybrengen, das ungeschicklich etc. Abs im dißmal gefelet und one seine ursache gescheen, bitte er umb gnade etc.
Dr. Otto Richter (Hrsg.): Dresdner Geschichtsblätter Band 5 (1909 bis 1912). Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung., Dresden 1909 bis 1912, Seite 171. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dresdner_Geschichtsbl%C3%A4tter_F%C3%BCnfter_Band.pdf/174&oldid=- (Version vom 5.2.2026)