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Dem also nach ist sein trostlich vorsehen, eyn rath werde ine der ufferlegten straff entledigen und also gegen ime sich erzegen als eyn iglicher des raths ime zu widerfaren begert etc.

Freitag post invocavit (19. II) den zimmerleuten angesaget, das sie kein geleimbte erbt (Arbeit), so den tischern zustendigk, machen sollen. Des hoffezimmermans halben ist den rethen zu hoffe angezeigt, das er in her Rudloffs hauße erbet vordinget. Doruff mit den tischern gehandelt, das dise erbet soll nachgelassen werden, aber hinforder sich zu enthalden.

Sonnabent beschlossen, Frantz Schmeissern anzusagen, daß er bey grosser peen nicht über 2 factoreien haben sal, domit auffsatz im fischhandel zu vormeiden.

Item drey thonnen hering von Schmeissern erkaufft befunden untuchtig, falsch und boße, sollen vorbrant werden uffm margkte.

Die ut supra Schwartzkoppen dem ferber angesaget, sein hoff forder zu setzen zwuschen hir und ostern. Man wolle inen alhier nicht dulden fleischfressens halben und das er seyn weib schir erwurget etc., derwegen er in gehorsam genohmen etc. Hat des gefencknus halben eyn urfrid gethan.

Freitag post reminiscere (26. II) hat Andres Kretzschmar eyn schuster vor dem Willischen thor in sitzendem rathe angeglobet, dieweil er in 16 jar von seinem hauße und handwerge keinen zins und geschoß gegeben, uff pfingsten 1 ß, Michaelis dornoch 1 ẞ und also forder (Am Rande: uff ostern im 30ten 1 ß und Michaelis dornoch 1 ß) zu geben, bis so lange 4 ß, darzu es im eyn rath gelassen, gefallen. Doch das dy neuen zinse und geschoß hinforder als 9 gr. zinse und 16 gr. geschoß allzeit zu geburlicher zeit gegeben werden. Sal diß jar die zinse und geschoß vor sich entrichten und hinforder etc.

Mitwoch nach oculi (3. III) hat des beschedigten schneidergesellen vater gebeten, dy beschediger nach eyn zeit lang inne zu halten, bis man befinden mochte, ob sy dy vorwundten bessern (entschädigen) mochten, weil es nach ungewis unnd ferlich ist etc.

Mitwoch nach letare (10. III) Schwartzkoppen nachmals gesaget, das eyn rath nicht wuste ire gemuthe zu andern, derwegen solt er sich des vorigen abschiedts halden, er kondte dann bey M. g. H., dieweil diß thuen S. f. G. gebotth, welchs er ubertretten, belangeth, ferner genad erlangen. (Nachschrift:) Die zeit bis uff pfingsten erstrackt. Freitag nach judica (19. III) hat im eyn radt genade bezeget uff sein vleyssig bith, dan er umb gotis willen gebeten mit erbittung, keyn (gegen) eynem erbarn rath zu sterben und zu geneßen etc. Wirt er aber wider kohmen, sal im eyns mit dem andern gedacht werden und one genade aus der stadt zihen. Und domit seyn (fehlt wohl: versprechen) bestendiger zu befinden, sal er zwuschen hir und Michaelis in kein schenckstadt gehen.

Freitag nach letare (12. III) hat eyn rath dy gebrechen zwuschen den vorwundten schneidergesellen an eynem und den thettern, dreien korschnergesellen nemlich Hans Kunigs sone, Caspar Heyne aus der Schlesien vom Jauer und dem dritten von Franckfurt anders theils, mechtiglich uff der parth bith und hinstellen beygelegt und außgesprochen, nemlich das dy theter allsampt den schneidern dem eynen vier und andern, der ins heupt vorsirt, 14 fl. vor yr unkost und vorseumnus geben sollen (Am Rande: und uff Johannis nehstkunfftig gar zu bezalen vorsichern, doch mitler zeit soll es an 1 ß nicht gebrechen haben) und sich mit den gerichten und barbirern vortragen. Borge wurden vor das gelt Mats Kunig.

Paul Kaphan und Symon Seyffarts schwester als Frantz Seyffarts erben vortragen, das Paul Kaphan, dyweil nach gehabter rechnung 7 ß befunden, obmelter parth dy helffte zwuschen hir und ostern ausrichten ader sich mit inen vortragen soll. Pars adversa testimonium von richter und scheppen zum Ohorn und techant von Meissen bericht.

Sonnabent nach judica (20. III) hat Paul Kellerknecht in sitzendem rathe eyn halben groschen wurffzins uff sein haus genohmen in ansehung, das es von Urban Hunichens hauße komen, und derselb Urban Hunichen sal hinforder jherlich allein 1/2 gr. geben, hat zuvor 1 gr. gegeben.

Den kannegissern das zyhn (Zinn) gesatzt, yhe eyn pfundt umb 21/2 gr. zu geben und das sie den zusatz machen, domit der gemeyne man versorget. Werden sie dorin bruchig befunden, wil sie eyn rath straffen. (Am Rande:) Eyn rath wils erfurschen, wi mans zu Freiberg gibet.

Freitag nach ostern (2. IV) das heuslen im Willischen thor dem dreschler (Drechsler?), so in Ranisch mit heuslen gewonet, eingelassen, das er sich allenthalben nach eynem erbarn rath halten solle.

Die ut supra hat eyn erbar rath den viermeistern der botner den raum m quinger (Zwinger) am Frauenthor bis an hübel aus gunst, so lange es eynem rathe gefellig ader beliben wirt, zu gebrauchen, yr holtz dohin zu legen und zu vorwaren nachgelassen, doch das sie darumb den hern des raths, so jherlichen der quinger zugehorig, was billich pflegen sollen und sunst doran keine gerechtigkeit zu haben etc.

Freitag nach trinitatis (28. V) zwuschen Melcher Gerbern und den geschickten Merten Manewitz etc. ist dise abrede gegeben, das sich bemelter Melcher Gerber seinem angeben nach mit Hans Alnpecken als seinem vorkeuffer inn acht tagen vorfachn (verständigen) und wan das gescheen, sol er sich mit Merten Manewitzen

Empfohlene Zitierweise:
Dr. Otto Richter (Hrsg.): Dresdner Geschichtsblätter Band 5 (1909 bis 1912). Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung., Dresden 1909 bis 1912, Seite 172. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dresdner_Geschichtsbl%C3%A4tter_F%C3%BCnfter_Band.pdf/175&oldid=- (Version vom 6.2.2026)