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vortragen ader inen zufride stellen; wu nicht, alsdan sal dy hulffe uber 14 tage wie recht und ubelich ergehen etc.

Dy Bauchen hat aus gutwillikeit yhres mannes seligen vetter vor sein anforderung eyn leberfarben rock gegeben, domit sal er begnugig sein etc., welchs er angenohmen.

Kleinschmide, Merten Beudeners son. Nach dem zwuschen dem handtwerg der kleinschmide alhir an eynem und meister Hansen Kloß von wegen Bartel Beudeners seines lehrjungen am andern teylh irrung und geprechen vorgefallen, indem das der lehrjunge Bartel Beudener eyn hundlen solle geworffen haben, das es gestorben, derwegen inen das handtwergk zu tadeln und seinem meister Hans Kloß dy erbet zu legen vorgenommen, als sint sie beider seits durch eyn erbarn rath nach notturfft vorhort; und weil im handel befunden und ausfundig gemacht, das der junge, als er das hundlen hat mussen ins meisters hauße jagen, dasselbig one vorsatz und einicherlei boses willens und also undancks mit eynem steyne geworffen, das es hernach gestorben etc. dermassen geweist. Dieweil nicht zu befinden, das der junge ader sein meister obgenant vorschuldt, wi man sich dan des falles im rechtem genugsam erkundet, das sie des handtwergs umb sulcher tadt willen zu entsetzen nach (noch) vorhinderung zu dulden, hirumb solt sich eyn handtwerg gegen inen nicht anders dann sunst eynem andern meister, geselln ader jungen yhres handtwergs halten und erzeigen, dodurch sie yrs handtwergs freyheit zu geniessen und zu gebrauchen geirret und also sie ehren, fordern, geneigten willen beweisen, inmassen bisher geschehen, sie all samptlich und eyn itzlicher besondern im selbst wolle bezeiget haben. (Zusatz am Rande: zu widerfahren begirig und beliben wurde). Welchs also beider seits bewilliget und angenohmen. Von den geselln desselben handtwergs sind diezeit vorhanden gewest mit nahmen Valten Fischer von Arnstadt, Nickel Hempel von Strelhen, Gorg Neisser von Gorlitz, Andres Roscher von Kempnitz, Albrecht Hop von Konspergk aus Preußen, Matz Grewitz von Kempnitz, Symon Mittich von Golssen, Mats Clement von Bischoffwerd und Marx Schreiber von Kotzschenbrode. Actum Sonnabend post ascensionis domini (8. V) im 29ten.

Topperfeuer. Mittwoch post corporis Christi (2. VI) den toppern nachgelassen, das sie mugen bruen bis zum thorschliessen. Wan das thor geschlossen, solle keiner kein feuer haben bei des handtwergs straffe.

Der herr pfarrer (Dr. Petrus Eyssenberg) sampt seinen leuthen beclaget sich uber Hans Barbirern, das er jungst vorschinen montag nach jubilate (19. IV) uffn abent umb sechs in seinem hauße in viler leuthe gegenwertigkeit offentlich gesaget zu etlichen von Poppitz: yhr seit eittel schelcke draussen zu Poppitz und vorretterische boßewicht mit euerm herrn, yhr saufft byr, solt billicher hellisch feuer sauffen, yhr vorrether und bosewichte, das euch dy pestilentz mit pfaffen mit allh (!) und dergleichen unfuglichen worten etc.

Doruff meister Hans geanthwort, er wisse gar nichts darumb, hab dy wort nicht geredt, sei des vorstandes got lob, das er solichs nicht thuen sal, und weis nichts von dem herrn doctor und den leuthen denn alles libes und guts, habe nihe keinen willen nach gedancken gefasset, vilweniger einiches wort geredt. (Nachschrift:) Dise injurien hat der herr doctor dem rathe zu gefallen nachgelassen und Hans Barbirer ist inn gehorsam genommen.

Mithwoch post Bonifacii (9. VI). Der pfarrer von Kotzschenbrode beclaget sich über Hans Schonhirschen von Zuschkewitz (Zitzschewig), das er inen und seine freuntschaft auch seine eldern seligen ubel gelestert und geschulden etc. welchs keines weges zu dulden etc. Doruff anthwurt Schonhirsch, er hab in auch zuvor geschulden und inen doruff allein eyn junckern geheissen. Anthwurt der pfarrer, er rede sein gewalt, dan er hab inen und die seinen zun ehren in der hochzeit, do er nicht gegenwertig gewest, also geschulden, welchs er erst hernach erfarn und inen mit glimpfflichen worten derhalb angeredt, als hat er in zum andern geschulden etc. seher ubel. Ist inn gehorsam genohmen. (Nachschrift:) Freitag post Viti (18. VI) hat Hans Schonhirsche dem herrn pfarrer di zugefugten injurien abgebethen und gesaget, er wisse nichts anders von im und aller seiner fruntschafft dan libes und guths und alle redlikeit etc. Doruf hat er angelobet bei 10 ß, sich fridlich zu halden und nichts zu effern (eifern).

Hans Hespergk beclagt Ulrich Schutzmeistern uff der brucken, das er inen sontags nach corporis Christi nehst vorschinnen doselbst uff der brucken in seinem hauße, do er den schutzen ein essen gegeben, schwerlich beschwert, injurirt und gesaget hat, er hab felschlich, untreulich und unredlich im schutzenhoffe (Preisschießen), so an der Elben vor 12 jarn ungeverlich gehalden, gehandelt etc. Anthwurt Ulrich Schutzmeister, er hab also gesagt, das er nicht redlich gehandelt, in dem als sie sich sampt den andern schutzen voreiniget, was iglicher gewunne, das er dasselbe einlegen und mit ennander theilen sollen, hab er sein gewins als 20 Schreckenberg (Groschen) eingeleget, wi ander auch gethan, welchs alles Hans Hesperg behalden und nymands nichts gegeben. Das wil er auch vor M. g. H. bekant sein.

Doruff begert der rath erstlich von Hans Hespergen, das er di sache dem rathe enheim gebe etc. Anthwurt wu der rath dermassen wege zu befinden und im an seinen rechten unschedlich sein sol, kan er wol handlung

Empfohlene Zitierweise:
Dr. Otto Richter (Hrsg.): Dresdner Geschichtsblätter Band 5 (1909 bis 1912). Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung., Dresden 1909 bis 1912, Seite 173. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dresdner_Geschichtsbl%C3%A4tter_F%C3%BCnfter_Band.pdf/176&oldid=- (Version vom 6.2.2026)