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die uberkommet, sal er sie pfenden, desgleichen die entten. Item keine gense sollen in und uff den stadtgraben befunden werden, bei pfendung wi oben etc.
6. Das geholtze, aberaum, mist und was es ist, sal aus den gassen gethan werden.
7. Das kericht sal nicht in dy Katzpach geschutt werden nach dorann gewachssen (gewaschen) werden.
8. Der mist sal von den strassen vorn thoern in 14 tagen geschickt werden. Welcher uber di zeit befunden wirt, sal des gehorsams nicht entlediget werden, er schicke in dan hinweg und gebe 1 ß zur straffe.
9. Letzlich der geschoß erinnerung gethan, das die von Walpurgis bis uf pfingsten, von Michaelis bis uf Martini einbracht werden, beim gehorsam und straff etc.
Byrbrauen wil man auch zu rechter zeit vorkundigen lassen.
Mithwoch nach Donati (9. VIII) den gerbern angezeiget, das zwuschen hir und in 14 tagen di stangen und aberaum ires handtwerges weg gethan werden beim gehorsam.
Freitag post Laurentii (11. VIII). Jost Raute hat seine lehen vom hausse uffgelassen, Valten Schein in die lehen zu schaffen, desgleichen hat Valten Schein sein hauß uffgelassen, den futtermarschalh in di lehen zu lassen.
Fabian Flade, Matz Eckel. Mithwoch post assumptionis (16. VIII). Fabian Flade ist in sitzendem rathe erschinnen, sich der bedenckzeit von wegen seins ehdems (Eidams) hauß bedanckt und angesaget, das er das hauß selbst behalten, und wil Matz Eckeln die sechtzig fl. itzt uff Michaelis und volgend uf ostern di tagezeiten, wi die gemacht, ohne vorzug geben und halten. Ist also vorleßen im rathe.
Schwartzferber. Freitag nach assumptionis (18. VIII) den schwartzferbern angesaget, das sie zwuschen hir und Michaelis ire sache sollen beschicken und dornach nicht meher in der stadt ferben. Mitler zeit mogen sie hirinne ferben, ader (aber) nichts ausgissen.
Dienstags nach exaltationis crucis (19. IX). Thomas von der Haide hat bei den eiden und pflichten, damit er M. g. H. vorwant, ausgesaget, das ime bewust, das meister Jost Perler sich mit frauen Gertrud nach christlicher gewonheit vorehlichet und junckfrau Annen, itzt Christoff Brambergs weib, elhich gezeuget mit einander etc. ut moris, wi dan sulchs menniglichen des orts bewust und vilen in disen landen wisslich. (Am Rande:) Idem testimonium dedit Hensel Bothe mithwoch post Briccii (15. XI).
Fabian Flade hat nachgelassen (unvollendet).
Freitag nach Lucä (20. X) hat der rath den becken nachgelassen, in einem schusse die zeilen halb kurz und halb lang zu backen, welchs di viermeister bei eidespflichten zu vorvolgen zugesaget.
Hans Hesperg ist eyn vormunde gegen der Jostin Weißbrot[1].
Frombde wein in der stadt. Am abendt omnium sanctorum (31. X) haben beide rethe beschlossen, das man Frantz Schmeissern den wein, so er zu Senfftenberg gekaufft, sal nehmen und ins raths keller legen und nichts dovor geben, er habe sich dan mit dem rathe umb die frevel vortragen, das er der stadt und einwonern zu nachteil frembden wein eingeleget. Item sal nicht meher dan 2 factoreien haben etc.
Der wagen halben das (unvollendet).
Freitag nach omnium sanctorum (3. XI) Albrecht Possen nachgelassen aus gunst 1 vas byr uff dy wirtschafft unnd 1 virtel Radebergisch vor sich zu seiner nodturfft einzulegen etc.
Freitag nach Briccii (17. XI) seint Melcher Gerbern dy 400 fl. zum altar trinitatis uffm rathhauße, so itzt Greger Byeners sohn Hieronymus besitzt, uff geburliche vorschreibung und gunst zugesaget etc., also das die 200 fl., so doctor Blasius uf weinachten wirt geben, volgen und von den andern 200 fl., so im rath eingeleget, sollen alle seine schulde aus allen ampten abgekurtzt und di ubermaß sal ime entricht werden.
Sonnabend nach Briccii (18. XI) ist Joachim Listen seine straffe vorandert, also das er in 4 wochen sal 2 ß niderlegen, und hat zugesaget, in einem jhar kein messer zu tragen und das er nach neun hor in keinen tabern (Schenke) sal befunden werden, wil sich halten als einem fromen gesellen gezimet etc.
Mithwoch nach Catharinä (29. XI) ist durch nachlassunge und rath des cantzlers die hoffstadt, so der monche von Altendresden gewest, dem pfarher uffm Lauenstein zu vorkeuffen zugeschriben etc.
Freitag nach (Tagesangabe fehlt) ist die banck so Matz Robus (?) gehapt, dem baccalaureen Merten Peltzs sohne geligen, das er di belegen sol, so lange er es vormag, und wan er di nicht meher zu vorlegen wust, das er di unvorkaufft dem rathe wider aufflasse, welchs er also zugesaget.
Merten Spaldeholtzen von Biln (Bilin?) hat der rath das schadehafftige pferdt vorkaufft vor 1 ß, dedit alsbald 20 gr., sal geben uff lichtmesse 20 und uff ostern 20.
Mithwoch Luciä (13. XII) hat Georg Schirmeister mit handtgelubd zugesaget bey schuldt, busse und hochstem landtrecht, sich widder mit worten nach wercken kegen seim schwager dem sindico zu vorgreiffen, sonder fridlich halten.
- ↑ Jobst Weißbrot war 1530 in Pulsnitz hingerichtet worden, vgl. Dresdner Geschichtsblätter I, 84.
Dr. Otto Richter (Hrsg.): Dresdner Geschichtsblätter Band 5 (1909 bis 1912). Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung., Dresden 1909 bis 1912, Seite 178. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dresdner_Geschichtsbl%C3%A4tter_F%C3%BCnfter_Band.pdf/181&oldid=- (Version vom 7.2.2026)