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Gorg Goltschmid bit 4 wochen frist und bedenckzeit redtlich sein gemuthe zu eroffnen.

Laux Kolers banck. Merten Horns banck ist Laux Kolern zugesaget zu belegen bis solange Merten Horn diselbige selbst vormocht zu belegen etc., alsdan sal er innehalten bis ein ander banck ledig wirt.

Mithwoch post Fabiani und Sebastiani (24. I) Frantz Haußmans bruder zugesagt und der alte Krohmer burger zu werden.

Freitag nach Pauli conversionis (26. I) Dem lange Lorentz, seim weibe und tochter letzlich angesaget, das sie sollen doran sein, dieweil ir tochter sich mit einem vorlobet und sie selbst ime dieselbige zugesaget, wi sie dan offentlich uffgeboten, das sie inen nehme ader mache sich von ime mit rechte loß. Wo nicht, sal sie nicht in der stadt bleiben.

Hundorff sal in 14 tagen Melcher Gerbern bezalen und di schuch (unvollendet).

Jacoff Schonfeldt Adams ehdem ist nachgelassen, neben seinem schweher seine bang zu belegen, doch das Laux Koler vor ime meister werde. Wan eine banck ledig wirt, sal sie ime gelassen werden.

Mithwoch post Pauli conversionis (31. I) dem zinshern Hieronymo Cunath bevolhen, den acker, so der rath von Hans Ficklern gekaufft etc., mit haffer zu besehen (besäen) und zu vorsorgen. Es hat auch Gregor Byener als bruckemeister di wise doneben dem rathe eigenthumlich eingereumet, allein das man ime di zinse dovon reichen sal.

Der bader garten ist Hieronymo Cunath umb den zins vormiet.

Brosio Heintzen ist Hans Queres banck zusaget.

Jacoff Schneider und Frost von Tolkewitz haben bewilliget, uff Bartholomei 5 ß einzulegen, dovon sal der witwen 1 ß und 4 ß Kilien, der die schwester hat, volgen. Dornach sollen sie sich des kauffs halten forder wi die tagzeit gemacht.

Freitag nach cinerum (16. II) der Stoltznerin schwester 14 tage bedenckzeit gebeten.

Hansen Wolff ist das stucke ackers wider geligen, so Hans Cuntz gehapt und nicht hat konnen bezalen, leyt (liegt) zu Leuben zwuschen Jentzsch zu Seidelitz (Sedlitz) und Andres, zinst zur schulhen Andre Fuchs und Peter Wolffen, ist hin und wider gelegen.

Fleischer. Freitag (übergeschrieben: Sonnabent) post paschä (5. IV) haben di viermeister der fleischer, so si des gefencknus entlediget, 10 fl. zur straffe gegeben, darumb das sie am osterabend unrecht (übergeschrieben: unwarheit) bericht, als solt das kalpfleisch zu Pirn, Meissen etc. jhe ein ℔ vor 4 ₰ gegeben und geschatzt sein wurden.

Sonnabend nach jubilate (27. IV) nach sieben hor haben M. g. H. heimgelassene rethe hauptman von Meissen und doctor Kommerstadt den irrigen orth Matz Gotzen besichtigett unnd eben befunden, wie es der rath erkant. Doch damit sich Gotze nicht zu beclagen, weil er sich nicht gutlich wil weisen lassen sal er sechssischer frist beweisen sein anzeigen und wan es gescheen, sal das gezeugnis in di cantzlei überanthwurt werden, rechtlich zu vorsprechen. Der rath sal commissarius und der stadtschreiber notarius sein. Wan ime das gezeugnus entfallen, sal dem rathe seine straffe vorbehalten bleiben, doch auch Matz Poppen (Gotzen?) seine nodturfft unnd kegenbeweisung auch zuvorbehalten.

Freitag nach pfingsten (24. V). Simon Schmidt ist zum steinsetzer auffgenohmen, darumb ein rath mit ime einig wil werden, was man von der rutten geben wil.

Mithwoch nach Barnabä (12. VI). Kilian Tuchscherer Claus Tuchscherers laden eingethan, doch dergestalt, wo er nicht seine zinse allzeit gibet, sal er des ladens mussig gehen etc. Ist Barteln, dem er zuvor zugesagt, eingereumet etc.

Mithwoch nach Laurentii (14. VIII). Hans Kalben sohn ist zu burgen henden ausgelassen, also das er zugesaget, bis uff weinachten kein messer ader gewher zu tragen, und das er diejenigen, so inen seiner bosheit halben zu gefengknus bracht, mit worten unbeschwert lasse. Wurde er aber wider kommen und sich vorgeslich erzeigen, so sal im eins mit dem andern gedacht werden. Sal zwuschen hir und Michaelis 1 ß niderlegen.

Mithwoch nach Bartholomei (28. VIII) den kannegissern angesagt, das sie yhr arbet lassen sollen machen etc.

Greger Byner beschwerung angezeigt, das vil zinse durch den bau (Festungsbau) dem heiligen Creutz entzogen, und ap M. g. H. dornach fragen wurde, das eyn rath dorumb anthworten wolle.



Inhalt: Dresdner Rats-Sitzungsprotokolle aus den Jahren 1527–1532. Von Dr. Otto Richter.
Herausgeber Dr. Otto Richter, Ratsarchivar in Dresden. – Druck und Verlag der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung in Dresden.


Empfohlene Zitierweise:
Dr. Otto Richter (Hrsg.): Dresdner Geschichtsblätter Band 5 (1909 bis 1912). Buchdruckerei der Wilhelm und Bertha v. Baensch Stiftung., Dresden 1909 bis 1912, Seite 180. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dresdner_Geschichtsbl%C3%A4tter_F%C3%BCnfter_Band.pdf/183&oldid=- (Version vom 7.2.2026)