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noch Vermögen, sondern nur das Verdienst um den Staat bestimmte.

Sein Fleiß, seine Arbeitskraft, seine bürgerliche Tüchtigkeit und endlich auch seine künstlerische Begabung erhoben ihn zu dieser Stellung, trotz seines wohl nicht immer ganz einwandfreien Handelns und Denkens.

Das Portal in der Schloßstraße.

So vollendete Paul Buchner seine Tage. In den Ueberlieferungen der großen Zeit Nürnbergs geboren, fühlte er die Kraft zur Lösung der umfassendsten künstlerischen Aufgaben in sich. Er erhob sich über das erlernte Handwerk, aber er vermochte nicht, dessen Ketten ganz von sich abzustreifen. Dem Schaffen der großen Steinmetzen des 15. Jahrhunderts, ja selbst den Kleinmeistern der beginnenden Renaissance wußte er nicht Gleichwerthiges entgegenzusetzen. Er hatte die Liebe für das Einzelne, die Anmuth der spielenden Schmuckformen, jene so feinen Wirkungen verlassen, wie sie die Früh-Renaissance liebte, und war bestrebt, einheitlich groß zu entwerfen. Er liebte es, seine Kenntnisse hinsichtlich der antiken Säulenordnungen zu zeigen, die „Dußcana“ oder „Dorica“ nicht nur zu verwenden, sondern sich auch ihrer zu rühmen. Nicht umsonst war er Landsmann gewesen des Walter Rivius, dessen Uebersetzung des Vitruv 1548 zu Nürnberg erschien, als Buchner dort, ein 17 jähriger Kunstbeflißner, seine Lehre bestand. Damit ist freilich nicht gesagt, daß er klassischen Formen zugestrebt habe. Weder war seine Einbildungskraft hinreichend lebendig, noch seine Schulung genügend, um wahrhaft Bedeutendes zu schaffen. Die Gedanken sind zusammengetragen und zwar meist aus der nächsten Umgebung seiner Bauten, man erkennt die Hast der Ausführung, die oft zu Mißgriffen im Maßstabe führte. Ein verallgemeinernder Zug tritt hervor, an dem man den Beamten mehr als den Künstler erkennt. Der malerische Schmuck war ohne eigentliche innere Beziehung zum Bau und auch die

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Dr. Otto Richter (Hrsg.): Dresdner Geschichtsblätter Band 2 (1897 bis 1900). Wilhelm Baensch Dresden, Dresden 1897 bis 1900, Seite 260. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Dresdner_Geschichtsbl%C3%A4tter_Zweiter_Band.pdf/263&oldid=- (Version vom 20.7.2024)