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Ihr Boden ist im Ganzen ein nach allen Seiten sanft abfallender Kegel, dessen höchsten Punkt der Ausgang des Dreisamthals mit 290 m Meereshöhe bildet. Seine Abdachung gegen das Rheinthal ist ziemlich gleichmässig, sie beträgt im Durchschnitt 0,4–1 %. Im Norden öffnet sich die Freiburger Bucht mit schmaler Mündung in das Rheintahl, ebendorthin führt im Westen eine weitere schmale Spalte zwischen Kaiserstuhl und Tuniberg, während im Süden eine flache Erhebung zwischen Tuniberg und Schönberg, die sog. Mengener Brücke, den Abschluss bildet.
Aus dieser Fläche steigen nun nach allen Seiten die Berge in die Höhe. Ein Rundblick von einem der in der Ebene liegenden Hügel, etwa vom Lehener Berg aus, zeigt uns die meisten: so im Norden die niedere Gruppe des Hünersedels mit den welligen Vorbergen von Emmendingen; dicht daneben liegt der Kandel mit seiner so eigenthümlichen kahlen Kuppe; einen seiner Ausläufer schickt er bis nach Freiburg herunter; auf dessen Kamm erheben sich der zweiköpfige Flaunser und der Rosskopf, der auf einem seiner Vorsprünge das Zähringer Schloss trägt. Sein letztes Ende ist der Freiburger Schlossberg. Im Süden baut sich der Schauinsland massig vor uns auf. Von ihm aus zieht ein mächtiger vielzackiger Ausläufer nach Nordwesten. Seine letzten, Freiburg zunächst liegenden Höhen sind der stattliche Kybfels und der Brombergkopf, dessen Fuss mit dem prächtigen Sternenwald in der Ebene steht. Durch die Lücke zwischen diesem und dem Schlossberg sehen wir den Kranz von hohen Schwarzwaldbergen, die im Osten das Dreisamthal abschliessen, vom Turner und der Nessellache bis zum steilen Rotheck und dem ehrwürdigen kahlen Haupt des Feldbergs mit seinem Thurm.
Vom Schauinsland löst sich noch ein weiterer Zweig nach Nordwesten und begrenzt, mit dem Erstgenannten parallellaufend, das Güntersthaler Thälchen; sein letzter weit nach Nordwesten vorgeschobener Abschnitt, der Lorettoberg, trägt weithin sichtbar den Hildathurm. Fast zum selbstständigen Berg ist der Gerstenhalm geworden mit seinen kahlen Halden und seinen zwei Spitzen. Weit draussen im Süden grüsst die kahle Kuppe des Belchens mit der charakteristischen Nase, dem Belchenhorn (Hochkelch) herein, während vor ihm weit hinaus in die Rheinebene der Blauen in sanftem Abfall hingelagert ist. Ein flaches Thal, das Hexenthal, trennt die Schwarzwaldberge von der Tafel des Schönbergs, der nach Westen uns den langgestreckten Abhang des Hochfirsts zuwendet mit der Schneeburg auf seiner höchsten Stelle.
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 2. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_002.jpg&oldid=- (Version vom 17.3.2026)