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So liegt z. B. bei Freiburg die Sohle des Dreisambetts 4–5 m unter der Fläche des Schwarzwaldkieses, weiter oben im Dreisamthal finden sich Kiesmassen, die 8–10 m über dem Fluss liegen und bei Himmelreich erheben sich die Hochgestade gar 12–15 m über den Bachgrund.
In den Vorbergen, die fast ganz aus Meeresablagerungen gebildet sind, gehören nur geringe Theile der älteren Zeit an, so die blauroth gefärbten Sandsteine an der Hochburg, am Mauracher Berg und bei Zähringen dem Rothliegenden; alles Uebrige sind jüngere und jüngste Bildungen.
So finden wir aus der Trias die drei Abtheilungen des Buntsandsteins, des Muschelkalks und des Keupers. Ersterer lagert zunächst in geringer Menge am Westabhang des Lorettoberges, dürfte dort übrigens durch die starke Ausbeutung zu Bausteinen in absehbarer Zeit verschwunden sein. In mächtiger Ausdehnung aber bildet er einen Theil der Vorberge des Hünersedels bis gegen Emmendingen. Auch hier wird er an vielen Stellen als geschätzter Baustein gebrochen. Aus diesem Sandstein ist unser Münster gebaut.
Noch mächtiger ist der Muschelkalk entwickelt, vor allem in den Vorbergen nördlich von Emmendingen, wo er sich in allen seinen drei Unterabtheilungen findet. Ferner bildet er die untere Terrasse am Schönberg, auf der das Jesuitenschlösschen steht; der grosse Steinbruch in dessen Nähe zeigt die Schichten dieser Formation in besonderer Schönheit. Zwischen diesen zwei Hauptmassen des Muschelkalks bei Emmendingen und am Schönberg stellen die geringern Vorkommen am Lehener und Mauracher Berg die Verbindung her.
Während dem Buntsandstein unserer Gegend Versteinerungen fehlen, sind sie im Muschelkalk in mässigen Mengen zu finden.
Die letzte Abtheilung dieser Gruppe, der Keuper, durchzieht als nicht sehr mächtiges Band den Schönberg und besteht mit Ausnahme einer dünnen Schichte Schilfsandstein aus lauter mergeligen Gesteinen. Seiner untersten Schichte gehört das grosse Gypslager bei Au an, das bergmännisch ausgebeutet wird.
Ueber diesen Schichten der Trias liegen an sehr vielen Stellen des Gebiets die des Jura und zwar in seinen drei Abtheilungen, dem schwarzen, braunen und weissen Jura. Seine Hauptentwicklung findet er im südlichen Theil des Gebiets, so vor allem am Schönberg und Tuniberg, und zwar sind es fast ausschliesslich Kalke und Thone, die ihm zusammensetzen.
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 10. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_010.jpg&oldid=- (Version vom 21.11.2025)