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Gesteinen des Kaiserstuhl eingelagert findet sich eine ganze Reihe von mehr oder weniger seltenen Mineralien.

Die Entstehung des Kaiserstuhls bringt man in Zusammenhang mit der Bildung des Rheinthals, beides zur tertiären Zeit. Die vulkanischen Ausbrüche dürften zu verschiedenen Zeiten stattgefunden haben und zwar abwechselnd Auswürfe von festem Material und Lavaergüsse. So sieht man in dem grossen Steinbruch am Südostabhang des Limbergs in wunderbarer Schönheit drei übereinander gelagerte Lavaströme, die jeweils durch Tufflager von einander getrennt sind. Aber schon zur tertiären Zeit hat eine weitgehende Zerstörung des Gebirgs und die heute noch sichtbare Thalbildung stattgefunden, so dass Krateröffnungen heute nicht mehr zu erkennen sind. In den darauf folgenden Zeiten wurde dann das ganze Gebirge unter einer Lössdecke begraben, die nach und nach wieder abgetragen und abgeschwemmt wurde, so dass heute nur noch ein Kranz von Löss den ganzen Kaiserstuhl umgibt und die Tiefen seiner Thäler auskleidet.

Die eigenartige landschaftliche Schönheit des Kaiserstuhls und die grosse Fruchtbarkeit seines vulkanischen Bodens machen ihn zu einem ganz besonderen Schmuckstück des Breisgaues, seine geologische Bildung, sein Reichthum an Mineralien, seine eigenartige Pflanzenwelt, eine ganze Reihe von seltenen Thierformen zu einem hervorragenden Anziehungspunkt für den Naturforscher.

Das Schwarzwaldmassiv endlich ist von den Vorbergen durch eine grosse Verwerfungsspalte geschieden, die Hauptbruchlinie des Schwarzwalds, die dessen Rand entlang im ganzen von Süden nach Norden verläuft. In unserem Gebiet zieht sie dem Hexenthal entlang, überschreitet im Osten von Freiburg die Dreisam und zieht hart dem Rande des Schlossbergs entlang östlich laufend an Zähringen, Gundelfingen und Denzlingen vorbei nach Norden. Oestlich von dieser Linie besteht das ganze Massiv aus Gneis in verschiedener Ausbildung, meist in dem charakteristischen Bau, den die parallele Lagerung der Glimmerblättchen ihm verleiht. Eine gesetzmässige Lagerung lässt sich nicht mehr erkennen, so sehr ist er allenthalben verbogen, gestaucht und geknickt. Die sehr gleichartige Ausbildung dieses Gesteins wird an wenigen Stellen unterbrochen durch einige Basaltgänge im Gebiet des Rosskopfs, ebendort durch eigenthümlich pegmatitische Gestaltung des Gesteins. Im Urgestein liegen auch mehrere Gruppen von Erzgängen, die vor allem silberhaltigen Bleiglanz und andere Bleierze führen. Die Gewinnung von Silber und Blei war von uralten Zeiten an – die ersten urkundlichen Nachrichten stammen aus dem Jahr 1028 – eine

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: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 12. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_012.jpg&oldid=- (Version vom 24.11.2025)