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Diesem Thalwind entspricht ein – viel schwächerer – Bergwind, der in Freiburg als Nordwestwind tagsüber an hellen Tagen in das Dreisamthal einströmt.
Diesen beiden Winden, insbesondere dem Thalwind, verdankt das Klima von Freiburg sehr viel. Abgesehen von der schon erwähnten Erhöhung der Temperatur fährt er bei schönem Wetter allabendlich in den Dunst und Rauch und Qualm hinein, der sich über der Stadt im Lauf des Tages gesammelt hat und fegt Alles fort und führt dafür die reine Luft unserer Bergwälder her. Er ist es vor allem, der das Gefühl der Frische und Kühle mit sich bringt, das die Freiburger Sommernächte so erquickend macht und die erschlaffende Schwüle nicht aufkommen lässt, die in den im Rheinthal gelegenen Orten, wie in Strassburg und Karlsruhe die Menschen niederdrückt; und das, trotzdem die Gesammttemperatur in Freiburg höher ist als in den beiden genannten Orten.

Freiburg vom Hebsack aus gesehen.
In diesem Erdenwinkel liegt nun die Stadt Freiburg, auf der Grenzlinie zwischen Schwarzwald und Rheinthal, an der Eingangspforte
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 19. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_019.jpg&oldid=- (Version vom 24.11.2025)