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schöne Bauten aus diesem Heimbacher Stein sind die Kapelle beim Mutterhause der Barmherzigen Schwestern an der Zähringerstrasse und das ihr gegenüber liegende Knabenseminar mit seiner Kapelle. Die hauptsächlichsten Bruchbesitzer sind Bernhard und August Rombach und Johann Trenkle in Heimbach.

Weiterhin befindet sich ein solcher Sandsteinbruch am Allmendsberg bei Thennenbach. Sein Material ist sehr schön dunkelroth und äusserst dauerhaft. Er eignet sich besonders zu Monumentalbauten, reichen Gesimsgliederungen und Skulpturen. Gegenwärtig wird die Rathhaus-Erweiterung aus diesem Stein gebaut; auch das erste Stockwerk der Hildaschule (an der Bismarckstrasse) ist daraus aufgeführt. Ferner wurden aus ihm die an den Strebepfeilern des Münsterthurmes angebrachten Baldachine in den letzten Jahren erneuert. Die bei der Münsterrestauration zugezogenen Sachverständigen haben erkannt, dass schon vor 600 Jahren Allmendsberger Steine verwendet worden sind, und dass gerade sie gegenüber allen anderen noch am besten erhalten sind. Aus diesem Grunde werden zur Zeit nur noch Allmendsberger Steine bei der Ausbesserung des Münsters verwendet. Der Ertrag dieses Bruches beträgt jährlich 1000 Kubikmeter. Die Bruchbesitzer sind Bernhard Rombach in Heimbach und Adam Kiesel in Freiburg. Im übrigen finden in Freiburg noch die weissen Murgthäler sowie die bunten Pfalkzburger Steine häufig Verwendung.

Drei Stunden südlich von Freiburg, in Pfaffenweiler, finden sich Kalksteinbrüche, deren Material zu Treppenstufen, Podestplatten und dergleichen seiner grossen Härte wegen gerne und vielfach verwendet wird. Doch sind alle diese Betriebe wenig umfangreich, der grösste ist wohl derjenige von Th. Eckert in Pfaffenweiler.

Bedeutende Steinbrüche sind sodann die bei Kandern. Die Gebirgszüge des Kanderthales bestehen zwischen Kandern, Malsburg und Marzell aus mächtigen Granitstössen, deren Ausbeutung in regelrechten Bruchbetriebe seit etwa 4 Jahren von der Firma E. Friedr. Meyer in Freiburg betrieben wird, derselben Firma, deren »Steinkitt« durch seine Verwendung bei den Ausbesserungsarbeiten an der Akropolis in Athen Weltruf erlangt hat. Unweit der Gemeinde Malsburg befinden sich unmittelbar an der Thalstrasse die Brüche des weissen, dichtkörnigen Granits, der ein sehr kleines regelmässiges Korn aufweist und in fein gestockter Bearbeitung nahezu dem weissen Marmor gleicht. Er wird hauptsächlich zu Bauarbeiten: Sockeln, Säulen, Pilastern, Treppentritten, sowie von den Bildhauern mit Vorliebe zu Grabdenkmälern, dann aber auch zu Randsteinen verwendet.

Empfohlene Zitierweise:
: Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten. H. M. Poppen & Sohn, Freiburg im Breisgau 1898, Seite 60. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freiburg_Bauten_060.jpg&oldid=- (Version vom 4.12.2025)